Bald neue Kriegswirren im arabischen Raum? USA erwägen einen Militärschlag gegen Iran

US-TV-Sender "Fox News" berichtet über Vorhaben Rückzug Deutschlands bei Sanktionen als Auslöser

Bald neue Kriegswirren im arabischen Raum? USA erwägen einen Militärschlag gegen Iran © Bild: Reuters

In den USA erwägen die maßgeblichen Stellen ernsthaft einen militärischen Schlag gegen das iranische Atomprogramm, nachdem Deutschland seine Unterstützung für härtere Sanktionen gegen Teheran zurückgezogen hat. Das berichtete der US-Sender "Fox News" nach Angaben des israelischen Internetportals "Ynet".

Deutschland tritt ebenso wie Großbritannien und Frankreich dafür ein, das iranische Atomprogramm durch diplomatische Bemühungen zu stoppen. "Fox News" berichtete, deutsche Regierungsbeamte hätten bei einen Treffen mit iranischen Delegierten in Berlin gesagt, Bundeskanzlerin Angela Merkel werde keiner Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran durch den UN-Sicherheitsrat zustimmen. Deshalb glaube die US-Regierung, dass das Sanktionsregime "gestorben" sei.

Zieht sich Deutschland zurück?
Deutschland würde aber "privat zustimmen und öffentlich protestieren", sollten die USA iranische Atomeinrichtungen bombardieren, behauptete der als Sprachrohr der Neokonservativen geltende US-Sender. Die zuständigen US-Institutionen gingen allgemein davon aus, dass sich Deutschland von der von den USA geführten Sanktionspolitik zurückziehen werde.

US-Regierungsbeamte glauben laut "Fox News" zudem, dass es US-Vizeaußenminister Nicholas Burns nicht gelungen sei, den nuklearen Ambitionen des Iran auf diplomatischem Weg Einhalt zu gebieten. Er habe deshalb Außenministerin Condoleezza Rice gegenüber die Ansicht geäußert, dass ein militärischen Einschreiten nötig sei.

Iran-Angriff vor Präsidentenwahlen?
Nun würden bereits Kosten und Nutzen eines Angriffs auf den Iran diskutiert, der wahrscheinlich innerhalb der nächsten acht bis zehn Monate, auf jeden Fall aber deutlich vor den Präsidentschaftswahlen im November 2008, stattfinden dürfte.

Der Angriff würde mindestens zwei Wochen dauern und in Form ständiger Bombenangriffe erfolgen. Damit könnte bestensfalls des iranische Atomprogramm um einige Jahre zurückgeworfen werden. (apa/red)