Bahn-Zuwächse auf Schiene: ÖBB mit zwei Prozent mehr Fahrgästen im Jahr 2007

Auch im Güterverkehr Zuwächse um 5 Prozent Huber weist Vorwürfe gegen ÖBB-Vorstand zurück

Die Bahn ist 2007 neuerlich gewachsen. Im Personenverkehr hätten die ÖBB einen mehr als zweiprozentigen Zuwachs um sechs Millionen Fahrgäste auf 450 Millionen Passagiere verzeichnet. Im Güterverkehr habe die ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria um fünf Prozent auf 97 Millionen Tonnen zugelegt.

Das erklärte ÖBB-Chef Martin Huber im "WirtschaftsBlatt". Beim Umsatz hat der Konzern eine "fünfprozentige Steigerung aus dem Markt" um rund 300 Mio. Euro auf 5,7 Mrd. Euro erreicht, 2,2 Mrd. Euro entfielen auf den Güterverkehr. Beim Gewinn hätten die ÖBB nach den 32 Mio. Euro im Jahr 2006 den geplante Sprung auf 78,6 Mio. Euro voraussichtlich erreicht, so Huber.

Der ÖBB-Vorstand ist zuletzt wegen Finanzspekulationen, umstrittener Immobilien-Deals, Erfolgsprämien und privaten Geschäften schwer unter Druck geraten. Aufsichtsratspräsident Horst Pöchhacker hat mehrere Untersuchungen in Auftrag gegeben. Parallel dazu prüft der Rechnungshof. Kommenden Dienstag berät der Aufsichtsrat in einer Sitzung. Weil einige Untersuchungsergebnisse noch nicht am Tisch liegen, werde eine Entscheidung, ob es aus den Vorwürfen Konsequenzen geben wird, allerdings voraussichtlich erst bei einem Sondertreffen im März fallen, hieß es aus Bahn-Kreisen zur APA.

Huber hat unterdessen im "WirtschaftsBlatt" einen Großteil der Vorwürfe zurückgewiesen. "Die Behauptung, dass die den Gehaltssteigerungen zugrunde liegenden Prämien nur durch Auflösung von Rückstellungen zu erreichen waren, ist durch nichts zu belegen und absolut falsch", sagte er zur Kritik von Rechnungshofpräsident Moser. Die Holding habe zwar Rückstellungen aufgelöst, in den Untergesellschaften seien diese aber aber wieder neu gebildet worden." In der "konzernalen gesamtheitlichen Betrachtung" habe sich so "in Summe Null" ergeben.
(APA)