Bahn frei für die Sommer-GP-Skispringer:
Start mit Morgenstern, Schlierenzauer & Co

Springer & Nordische Kombinierer starten gemeinsam Für Springer läuft Sommer-Konkurrenz bis Oktober

Bahn frei für die Sommer-GP-Skispringer:
Start mit Morgenstern, Schlierenzauer & Co © Bild: APA/Eggenberger

Noch ehe am 8. August die Olympischen Sommerspiele in Peking beginnen, messen sich in Hinterzarten die Skispringer und Nordischen Kombinierer früher als üblich in bereits traditionellen Sommerbewerben. Wohl auch, um dem Mega-Ereignis Peking auszuweichen, startet der Sommer-Grand-Prix diesmal auch schon früher. Erstmals starten dabei Spezialspringer und Nordische Kombinierer gemeinsam in die neue Saison.

Die Springer beginnen ihre 15. Auflage heute mit einem Teambewerb, ehe am Sonntag das "4 Nations Tournament" mit einem Einzelspringen begonnen wird. Die Österreicher haben sich zuletzt in Bischofshofen vorbereitet. Dort stand auch ein Sichtungswettkampf für die Nominierung zum Sommer-GP auf dem Programm, an dem alle drei ÖSV-Trainingsgruppen teilgenommen haben. Als Sieger nach fünf Sprüngen (2 Normalschanze, 3 Großschanze) präsentierte sich dabei Andreas Kofler, der sich vor Gregor Schlierenzauer und Weltcupsieger Thomas Morgenstern platzieren konnte. Für eine positive Überraschung sorgte Mario Innauer als Vierter.

"Der Sommer-GP beginnt heuer zwar schon sehr früh, in unserer Saisonvorbereitung nehmen diese Wettkämpfe aber einen sehr hohen Stellenwert ein. Darum gehen wir hier auch mit unseren Topathleten an den Start. Wir haben beim Sichtungswettkampf in Bischofshofen auch gesehen, dass die Dichte und Konstanz in der Mannschaft bereits sehr gut ist", meint ÖSV-Springer-Cheftrainer Alexander Pointner.

Sommerbewerb bis Oktober
Für die Springer dauert der Bewerb bis in den Oktober hinein, das Finale geht diesmal am 4.10. in einer sommerlichen Generalprobe für die WM in Liberec in Szene. Titelverteidiger ist Thomas Morgenstern, der schon seinen dritten Gesamtsieg anstrebt. Nicht mit von der Partie sind Mannschafts-Olympiasieger Martin Koch und der vierfache Team-Weltmeister Wolfgang Loitzl.

Die Nordischen Kombinierer stehen vor einem Umbruch, der sich schon im Sommer bemerkbar macht. Der Bewerb wurde auf nur drei Stationen verkürzt, auf denen ein neuer Modus getestet wird. Im kommenden Winter soll es ja nur mehr einen Wertungssprung und der Langlauf über eine 10-km-Distanz gehen, Gundersen und Sprint in früherer Form wird es nicht mehr geben. Der neue Modus wurde von Walter Hofer mitentwickelt, der sich ab diesem Jahr auch um die Belange der Nordischen Kombination kümmern wird.

Daher sehen die "Kombis" diese Bewerbe als Test für die Neuerungen. "Jetzt möchten wir einmal sehen wie das alles funktionieren wird. Spezielle Umstellungen im Trainingsablauf gab es bisher noch nicht, da wir uns noch mitten in der Grundlagenphase befinden", meinte Alexander Diess, Chefcoach der ÖSV-Kombinierer, der möglicherweise in Hinterzarten nicht dabei sein wird, da seine Frau Silvia in diesen Tagen ihr zweites Kind erwartet.
(apa/red)