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Leonardo DiCaprio auf Oscar-Kurs

Sein Film "The Revenant" war der klare Abräumer des Abends

Für Leonardo DiCaprio könnte es derzeit nicht besser laufen. Nach dem Golden Globe und dem Screen Actors Guild Award hat er mit dem britischen Filmpreis BAFTA die nächste wichtige Auszeichnung für seine Darstellung in "The Revenant - Der Rückkehrer" eingeheimst. Der 41-Jährige zementiert damit einmal mehr seine Rolle als Oscar-Favorit.

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Leonardo DiCaprio, der im dramatischen Wildwest-Thriller einen auf Rache sinnenden Pelzjäger spielt, feierte am Sonntagabend mit dem mexikanischen Regisseur Alejandro Gonzalez Inarritu, der sich für "The Revenant" über den Regie-BAFTA und den Preis für den besten Film freuen durfte.

© imago/UPI Photo Alejandro Gonzalez Inarritu und Leonardo DiCaprio mit ihren Awards

Di Caprios Konkurrent Eddie Redmayne, der vergangenes Jahr sowohl BAFTA als auch Oscar abgeräumt hatte und in diesem Jahr für "The Danish Girl" nominiert war, hatte den Sieger vorhergesehen. "Ich denke, er ist außergewöhnlich und verdient alles", sagte der Brite auf dem roten Teppich vor dem Royal Opera House über seinen Kollegen.

© imago/ZUMA Press Eddie Redmayne ging heuer leer aus, hatte aber immerhin seine hübsche Ehefrau Hannah Bagshawe an seiner Seite.

Dort machte die Londoner Winterkälte vor allem leichter bekleideten weiblichen Stars zu schaffen - aber auch DiCaprio scherzte, dass die Dreharbeiten in den verschneiten Rocky Mountains ihn darauf nicht vorbereitet hätten. Die Herzen der Zuschauer wärmte er am Valentinstag mit rührenden Worten an seine deutsche Mutter Irmeline: "Ich bin in einer sehr rauen Nachbarschaft im Osten von Los Angeles aufgewachsen. Diese Frau hat mich drei Stunden am Tag zu einer anderen Schule gefahren, um mir eine andere Möglichkeit zu bieten."

Leo, Maggie und die Kiss Cam

Auch gewann DiCaprio das Publikum, indem er seiner lachenden Kollegin Maggie Smith (81) vor laufender "Kuss-Kamera" einen Schmatzer auf die Wange drückte. Fast ebenso sehr beschäftigte es die Kommentatoren in Sozialen Netzwerken, dass Michael Fassbender (38, "Steve Jobs") im Fokus der selben Kamera Kollegin Alicia Vikander (27) nicht küsste.

"The Revenant" war mit fünf BAFTAS der erfolgreichste Film des Abends, gefolgt von "Mad Max: Fury Road" mit vier Preisen. Freuen durfte sich auch DiCaprios "Titanic"-Costar Kate Winslet (40) über ihre Auszeichnung als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in "Steve Jobs". Winslet riet jungen Frauen, an sich selbst zu glauben und nicht auf Leute zu hören, die sie fertigmachen wollen. "Als ich 14 Jahre alt war, meinte mein Theaterlehrer, ich solle mich auf die Rolle des dicken Mädchens konzentrieren. Guck, wo ich jetzt bin", strahlte Winslet und reckte ihren Preis in die Höhe.

© imago/UPI Photo Kate Winslet mit ihrem BAFTA-Award

Als Beste Darstellerin wurde die US-Schauspielerin Brie Larson (26) für ihre Rolle in "Raum" ausgezeichnet, für die sie auch schon einen Golden Globe und den Screen Actors Guild Award der amerikanischen Schauspielgewerkschaft gewonnen hat. Sie spielt eine Mutter, die mit ihrem Sohn nach jahrelanger Gefangenschaft frei kommt.

Der Preis für den besten Nachwuchsstar ging an "Star Wars"-Darsteller John Boyega (23). Die nächste Episode der Weltraum-Saga, in der Boyega Finn spielt, dürfte ihn vom übermäßigen Feiern abgehalten haben: Am Montagmorgen um sechs sollte er zu den Dreharbeiten abgeholt werden, wie der Londoner auf dem roten Teppich erzählte.

© REUTERS/Toby Melville John Boyega mit seinem Rising Star Award

Der Pechvogel des Abends

Pechvogel des Abends war wohl Julie Walters. Die 65-Jährige ("Harry Potter", "Kalender Girls") war mit zwei gewaltigen Diamant-Ohringen zur Preisverleihung erschienen - von denen sie einen verlor. Er sei wohl so viel wert wie ihr Haus, klagte die Britin.

© imago/ZUMA Press Hier hatte Julie Walters noch beide Ohrringe

Die BAFTAS, die am Sonntagabend zum 69. Mal vergeben wurden, gelten als Probelauf für die Oscar-Verleihung in Los Angeles. Die Hollywood-Kronen werden am 28. Februar verteilt.

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