Bärige Weihnachten

Bärige Weihnachten

Schönbrunn ist um die nächste Bärensensation reicher. Nach Panda-Baby Fu Long erblickten am vergangenen Dienstag gleich zwei „Knuts“ das Licht der Zoo-Welt. Zoo-Direktorin Dagmar Schratter: „Die Eisbärenmutter Olinka hat sich schon vor drei Wochen in die mit Stroh ausgelegte, völlig dunkle Wurfhöhle zurückgezogen. Am Dienstag haben wir dann zwei unterschiedliche fiepsende Laute aus der Höhle gehört. Für uns ein klares Zeichen, dass es Eisbären-Zwillinge sind.“

3 Monate Isolation. Doch so schnell werden die kleinen „Knuts“ nicht von den Zoo-Besuchern betrachtet werden können, denn sie bleiben gemeinsam mit ihrer Mutter mindestens die nächsten drei Monate in der Wurfhöhle, völlig abgeschirmt von der Außenwelt. Für Bärin Olinka übrigens reine Routine, denn sie hat bereits einmal Zwillinge bekommen.

Alle warten auf Fu Long. Damit gehört die Show im Zoo rund um Weihnachten auf alle Fälle noch dem kleinen Panda Fu Long, auf den Tausende Besucher täglich hoffnungsvoll warten. Noch spannt Fu Long, auf Deutsch „Glücklicher Drache“, seine Fans auf die Folter, denn er kommt einfach nicht aus der Wurfbox heraus. Harald Schrammer, Chefzoologe von Schönbrunn: „Wir haben zwar den Eindruck, dass Fu Long schon gerne in die große weite Welt hinaus würde, aber seine Mutter Yang Yang ist noch dagegen. Sie ist sehr dahinter, dass der Kleine nicht aus der Wurfbox kommt. Sobald er neugierig wird und purzelnd Richtung Ausgang stolpert, schnappt sie ihn schon und bugsiert ihn in die Box zurück.“
Aber es kann jeden Tag so weit sein, dass ihn seine Mutter für groß genug hält, dass er die weite Welt seines Geheges erkunden darf. Das ist jedenfalls schon mit reichlich Bambus und Stroh für Fu Longs ersten Ausflug gerüstet.

Kein Winterschlaf, nur Fressen. Die ersten selbständigen Schritte Fu Longs werden auf alle Fälle in diesem Winter stattfinden, denn Pandas halten im Gegensatz zu den meisten anderen Bärenarten keinen Winterschlaf. Direktorin Schratter: „Dafür gibt ihre Leibspeise Bambus einfach zu wenig Energie. Die Pandas können keine Fettreserven bilden, sie müssen einfach täglich stundenlang ihre Bambusration kauen, sonst verhungern sie.“ Bis zu 30 Kilogramm Bambus täglich stehen auf dem Speisezettel von erwachsenen Großen Pandas. Alle 14 Tage erhält Schönbrunn aus Südfrankreich 1,2 Tonnen Bambus per Lkw geliefert, um den Nahrungsbedarf der Pandas abdecken zu können. Schratter: „Da drei Mäuler mehr fressen als zwei und Abwechslung immer gut tut, beziehen wir nun zur Probe auch eine bunte Mischung von Bambusarten aus Deutschland, die dort in erster Linie zur Gartengestaltung gezogen werden.“ Fu Long selbst ernährt sich immer noch ausschließlich von Muttermilch, und die scheint ihm gut zu bekommen, denn er hat seit seiner Geburt beachtliche 4,5 Kilogramm zugelegt und präsentiert sich bei der Abwaage als richtig wohlgenährtes Fellknäuel. Schratter: „Er geht derzeit mehr in die Breite, als dass er an Länge zunimmt.“

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