Tankstellen-Pleite von

AWI insolvent

53 Standorte, 40 Mitarbeiter und 1.400 Gläubiger von Insolvenz betroffen

Eine Person beim Tanken © Bild: Thinkstock.de

Die Wiener AWI Mineralölgroßhandel- und Baugesellschaft ist insolvent. Laut Mitteilungen von Kreditschutzverbänden verfügt das Unternehmen über 53 Tankstellen im Osten Österreichs. Von der Insolvenz sind rund 1.400 Gläubiger und mehr als 40 Arbeitnehmer betroffen.

Die Ursachen für die Pleite sind nach Angaben der Gläubigerschützer unter anderem in der stagnierenden Absatzentwicklung am heimischen Treibstoffmarkt zu suchen. 2012 hätte dies zu Preiskämpfen und einem Margenverfall geführt. Doch auch die Positionierung als Bedienungstankstelle sei nicht erfolgreich verlaufen, hieß es. Zudem war die Firma von Insolvenzen von Tankstellenbetreibern betroffen.

Fortführung geplant

Die Passiva betragen rund 22 Mio. Euro, die Aktiva wurden mit etwa 20 Mio. Euro beziffert. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent, zahlbar in zwei Jahren, angeboten. Die Fortführung des Unternehmens ist, so wurde betont, geplant - wobei zuletzt bereits versucht worden war, den Tankstellenbetrieb an einen Investor zu veräußern.

In den vergangenen vier Jahren haben 300 Tankstellen zugesperrt. Übrig geblieben sind 2.500, davon sind mittlerweile 550 Automatentankstellen.

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