AvW-Pleite von

Warten auf ein Urteil

Alleine 410 Mio. von Genussschein-Inhabern gefordert - Klagefrist um ein Jahr verlängert

AvW-Pleite - Warten auf ein Urteil

Bei der ersten Prüfungstagsatzung in der AvW-Pleite sind am Dienstag insgesamt 531 Mio. Euro an Forderungen angemeldet worden, erklärte der Masseverwalter Gerhard Brandl. Alleine 410 Mio. davon betreffen die Inhaber von Genussscheinen. Der Rest entfällt auf die Finanz sowie die Banken.

"Wir haben wie angekündigt die Forderungen bestritten, weil wir abwarten wollen, was bei den Musterprozessen mit dem Verein für Konsumenteninformation herauskommt", sagte Brandl. Dabei geht es um die Frage, ob Genussscheine als Fremdkapital oder nachrangiges Eigenkapital zu bewerten ist. Dazu gibt es bisher keine Judikatur, deshalb sollen die Musterprozesse bis zum Obersten Gerichtshof geführt werden.

Da dies Jahre dauern könnte, hat das Gericht am Dienstag die Klagsfrist für Anleger um ein Jahr verlängert. "Dazu wurde ins Protokoll genommen, dass diese Frist weiter verlängert wird, falls die Musterprozesse länger dauern", sagte Brandl.