AVATAR - James Cameron startet mit futur- istischem Kriegsszenario in unseren Kinos

Regisseur James Cameron möchte aufrütteln Das Kriegsspektakel startet am 17.12. im Kino

AVATAR - James Cameron startet mit futur- istischem Kriegsszenario in unseren Kinos © Bild:

Zwölf lange Jahre ist es her, dass James Cameron, 55, mit dem Jahrzehntfilm „Titanic“ zum König der Kino-Welt avancierte. Jetzt ist er, mit seinem ersten Spielfilm seither, zurück, und das nachdrücklicher denn je. Mit dem bildgewaltigen 3-D-Spektakulum „Avatar“ will der Meister erneut Maßstäbe setzen.

Und nicht nur, wie mancherorts moniert, in technischer Hinsicht. Auch inhaltlich befindet sich das Werk auf der Höhe der Zeit. Der Regisseur, zur Premiere seines Opus magnum nach Berlin angereist, verkündete, der Film sei als Tribut an die ausgebeuteten Urvölker der Erde zu verstehen. Eine bemerkenswerte Koinzidenz mit den Absichten der neuen US-Führung. Obama ist erst kürzlich zum primären Gipfeltreffen mit den Vertretern der amerikanischen Ureinwohner angetreten.

Worum geht’s?  
Zudem richte sich sein Protest gegen die Umweltzerstörung. „Das ist etwas, was sich dringend ändern muss, wollen wir dieses Jahrhundert überleben.“ Das futuristische Szenario entführt uns im Jahr 2154 auf den Planeten Pandora, einen Lichtjahre entfernten Außenposten menschlicher Zivilisation, dessen Bodenschatzvorkommen von Großkonzernen geplündert wird. Doch die kapitalistischen Kreise werden von den friedlichen Ureinwohnern, den Na’vi, empfindlich gestört. Fazit: Ein Exmarine (Sam Worthington) wird als sogenannter Avatar, ein von seinem biologischen Original ferngesteuertes Ersatzlebewesen, zur Infiltration der Sci-Fi-Indios abgestellt. Doch es kommt, wie es kommen muss: Der Eindringling verliebt sich in eine Na’vi (Zoe Saldana) und wird in deren Stamm aufgenommen. Auf die ­Initiation folgt das böse Erwachen. Bald findet man sich in einer epischen Schlacht zwischen Menschen und Ureinwohnern wieder, die erst noch entschieden werden muss. „Alien“-Veteranin Sigourney Weaver fungiert darin übrigens als Wissenschaftlerin in Gewissensnot. Mit der Idee zu der Story ging der Schöpfer von „Titanic“, „Alien“ und „Terminator“ schon vor 15 Jahren herum. An den technischen Möglichkeiten zur Umsetzung mangelte es allerdings. Nun sei mit 3-D und Motion Capture die Zeit reif gewesen, so das Mastermind von „Avatar“ im NEWS-Interview. Kolportierter Kostenpunkt des Mammutwerks: monumentale 190 Millio­nen Dollar.

(Nadja Sarwat, Johannes Bonke)

Alle Facts zu AVATAR lesen Sie jetzt im neuen NEWS 51/09