AUVA von

Es ist noch
lange nicht vorbei

AUVA - Es ist noch
lange nicht vorbei
© Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Die Diskussion um die Zukunft der AUVA wird uns noch sehr, sehr lange begleiten.

Gut, es war ein außerordentlich heißer Sommer. Die hohen Temperaturen waren allerdings nicht der einzige Grund dafür, dass sich die Gemüter heuer dermaßen erhitzten.

Ein schönes Beispiel ist das politische Tauziehen um die AUVA. Die ursprünglich von Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein geforderte Zerschlagung der Unfallversicherung wurde bekanntermaßen auf ein 500-Millionen- Euro-Sparprogramm reduziert. Dieses wurde von der AUVA-Spitze im Juni erst öffentlichkeitswirksam abgelehnt, um dann im August in einer gemeinsamen Pressekonferenz von der Ministerin, ÖVP-Klubobmann August Wöginger und AUVA-Obmann Anton Ofner präsentiert sowie in weiterer Folge von der Hälfte der AUVA-Vorstandsmitglieder (nämlich den ÖVP-nahen) durchgewunken zu werden. Gleichzeitig wurden die Einsparungen von 500 auf 430 Millionen Euro verringert -damit sich der Aufregungsgrad wieder auf Betriebstemperatur abkühlt, sollte man meinen.

Tatsächlich scheint es jetzt aber erst richtig loszugehen. Denn der Teufel liegt - wie eigentlich fast immer -im Detail. So muss die Unfallversicherung bereits im kommenden Jahr 130 Millionen Euro einsparen. Ein Betrag, der unmöglich zu schaffen sei, wie auch der Tiroler Arbeiterkammer-Chef Erwin Zangerl moniert. Weitere 300 Millionen sollen gar nur aufgrund von Maßnahmen der Bundesregierung in deren Säckel zurückfließen.

Ein Punkt dabei wird jedenfalls das Verschieben von Belastungen zu den neu geschaffenen Krankenkassen sein. Das bringt der AUVA jedoch nicht nur Vorteile. So zeigt sich, dass die Selbstständigen-Kasse die Unfallversicherung ihrer Versicherten übernehmen soll. Allein diese Änderung wird die AUVA 63 Millionen Euro im Jahr an Einnahmen kosten.

Das Geld muss also noch zusätzlich eingespart werden. Allerdings hat man den Beschäftigten der AUVA auch versprochen, von Kündigungen abzusehen. Selbst neue Mitarbeiter sollen zu den gleichen Konditionen wie bisher angemeldet werden. So überhaupt welche kommen, denn das Sparprogramm sieht nur sehr rigorose Nachbesetzungen vor.

Das gilt allerdings nicht für eine noch zu gründende Betriebsgesellschaft, die die AUVA-Geschäfte künftig führen soll. Die wird sehr wohl neue Chefs brauchen. Immer wieder dafür genannt wird der jetzige AUVA-Vizegeneraldirektor Thomas Mück, der dies im News-Gespräch aber ausschließt. Klar ist offenbar nur eines: Die Diskussion um die Zukunft der AUVA wird uns noch sehr, sehr lange begleiten.

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