Toyota Yaris Hybrid im Test von

Wie "Alice im Wonderland"

Dieter Chmelar testet für NEWS.AT den ersten Vollhybriden im Kleinwagenformat

© Video: NEWS.AT

Mit Dieter Chmelar hat ein großer Mann im kleinen Toyota Yaris Hybrid Platz gefunden. Begleitet wird er von seiner Hündin "Puppi". Während des NEWS.AT-Tests ist der Moderator ganz aus dem Häuschen und zeigt sich von der Technik sehr beeindruckt. Und wirklich - zwischen Dieter und dem Test-Auto entsteht so etwas wie Freundschaft auf den ersten Blick.

Herr Chmelar bezeichnet sich als den idealen Autotester – „weil ich technisch völlig ahnungslos bin und daher alles an einem Auto mit großen Kinderaugen betrachte und mit meinem leider nicht mehr ganz so kindlichen, 55 Jahre "großen" Hintern erfühle. Und noch etwas: Im Gegensatz zu früheren Jahren (und Jahrzehnten), fahre ich auch nicht mehr so rasend gern Auto. Schon gar nicht RASEND. Es muss also das Gesamtpaket stimmen, dass ich "freudig erregt" hinters Steuer klettere."

"Beim Yaris fällt gottlob schon einmal das Klettern weg. Ich passe dort mit meinen sperrigen Maßen bequem hinein. Ich sitze dort gut, habe perfekte Kopffreiheit und daher den Kopf frei für die wesentlichen Dinge - wie: auf den Verkehr und die Sicherheit im Verkehr zu achten. Das macht einem dieser Yaris besonders leicht. Herrlich ist das Retourgang-Fernsehen. Das habe ich derart genossen, dass ich dort am liebsten als Moderator anheuern würde..."

Kleinwagen mit Vollhybrid

Die Japaner gelten als Vorreiter in der Hybridtechnologie und präsentieren mit dem Toyota Yaris erstmals einen Vollhybriden im Kleinwagen-Segment. Die Unterschiede zum Standardmodell spielen sich unter der Karosserie ab. Äußerlich fallen lediglich am Heck die LED-Leuchten und die dynamischer Frontpartie mit dem großen Lufteinlass auf. Damit widerlegt Toyota, dass umweltfreundliche langweilig aussehen müssen.

Der größte Unterschied ist die Antriebstechnologie: Beim Yaris Hybrid leisten ein 75 PS starker 1,5 Liter-Benzinmotor mit einem Drehmoment und ein 61 PS starker Elektromotor ihre Arbeit. Zusammen bringen sie eine Systemleistung von 100 PS auf den Antriebstrang. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 35 km/h und bis zu zwei Kilometer absolviert der Kleinwagen elektrisch und ohne Emissionen. Der Übergang zwischen Elektro- und Benzinmotor bemerkt man als Fahrer nicht – nur das EV-Lämpchen erlischt am Armaturenbrett. Der Nickel-Metall-Akku ist unter der Rückbank verbaut, daher wirkt sich die Elektroeinheit nicht auf das Kofferraumvolumen aus und so finden dennoch 286 bis 768 Liter bei umgeklappter Rückbank Platz

Chmelars Resümee

Fantastisch ist das runde, elegante Handling und schlichtweg atemberaubend - für einen Führerscheinabsolventen des Jahres 1975! - ist das geschmeidige, lautlose Dahingleiten. Darin sehe ich zugleich das einzige "Minus": "Ich habe ernsthaft Bedenken, von Fußgängern, Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern akustisch nicht ausreichend wahrgenommen zu werden. Würde ich mich für dieses Auto entscheiden, ließe ich mir als einziges Extra dezente Außen-Boxen einbauen, die zur Sicherheit Motorengeräusche verströmen."

Das NEWS.AT-Fazit: Toyota verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 3,5 Liter auf hundert Kilometer. Im Testbetrieb sind es dann 4,1 Liter – trotzdem ein absoluter Spitzenwert. Der Toyota Yaris Hybrid fühlt sich in der Stadt bei niedrigen Geschwindigkeiten wohl. Mit höheren Geschwindigkeiten tut er sich ein bisschen schwer. Zwar schafft er problemlos 165 km/h, aber drückt man auf Gaspedal, heult das elektronische CVT-Getriebe stark auf und es dauert einen Moment bis der Beschleunigungsvorgang startet. Alles in allem ist der Toyota Yaris Hybrid ein tadellos verarbeitetes Fahrzeug und als Vollhybrid-Variante wird er zu einem erschwinglichen Startpreis von 17.580 Euro angeboten. Seine Hauptargumente sind vor allem die Sprit-Sparsamkeit und Umweltfreundlichkeit.

Kommentare

Hybird is lächerlich in Anbetracht der Ölföderprbleme. Par Prozent weniger Verbrauch.

Die Lage der Ölindustrie ist absolut verzweifelnd. Sonst täte man nicht in de Arktis bohren. Sogar im sonnenarmen Österreich ist Solarstrom weit billiger als Treibstoff aus Erdöl.

Was zählt ist nur der Plug-in Hybrid der mindestens 50 km rein elektrisch fahren kann.

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