Autor Helmut Zenker ist tot

'Kottan'-Vater nach schwerer Krankheit 53-jährig gestorben

Der österreichische Autor Helmut Zenker ist tot. Er erlag in der Nacht auf Dienstag einer schweren Tumor-Erkrankung. Sein letztes Buch "Mondgeschichten" wird, wie geplant, im Februar bei Deuticke erscheinen.

Pressesprecherin Barbara Brunner: "Wir sind überrascht und tief betroffen". Kunststaatssekretär Franz Morak (VP) beschreibt Zenker in einer Aussendung als "Unangepasster, Unbequemer, der es verstand die Dinge auf den Punkt zu bringen". KPÖ-Chef Walter Baier zeigte sich als "paralysiert über den unerwarteten Tod" und lobte Zenker als "beißenden Satiriker".

"Noch am Tag unserer Weihnachtsfeier im Dezember haben wir lang und ausführlich über die Präsentation seines neuen Buches 'Mondgeschichten' gesprochen. Wir wollten das Buch in der Sternwarte in Wien mit einem großen Event aus der Taufe heben. Helmut Zenker war voller Pläne und Ideen, und er wird uns als Autor und Freund sehr fehlen", sagte Brunner.

Morak: "Mit seiner legendären Kottan-Serie schrieb er Fernsehgeschichte und prägte damit Generationen. Als Mitbegründer der renommierten Zeitschrift 'Wespennest' hat Zenker zahlreichen Autorinnen und Autoren ein wichtiges Forum für die Diskussion literarischer Programme gegeben."

KPÖ-Chef Baier: "Ich bin fassungslos und zutiefst betroffen. Trotz seines Tumors kam der Tod völlig unerwartet. Wir haben einen brillanten Kolumnisten und Mitstreiter verloren". Zenker war bei der Nationalratswahl 1999 erstgereihter Kandidat auf der Wiener Landesliste der KPÖ gewesen, der er allerdings erst nach der Wahl beigetreten war.