Autokosten von

Autofahrer als Melkkühe

MöSt, NoVA und motorbezogene Versicherungssteuer füllen Kassen im Finanzministerium

Autokosten - Autofahrer als Melkkühe © Bild: Corbis

Das Jahr 2011 ist zu einem Belastungsjahr für Autofahrer mutiert: Finanzministerin Maria Fekter kann sich über noch nie dagewesener Rekordeinnahmen freuen. "Eine derartige Kostenbelastung hat es in diesem Bereich noch nie gegeben", so der ARBÖ und rechnet vor: Allein drei Steuern - Mineralölsteuer (MöSt), Normverbrauchsabgabe (NoVA) und motorbezogene Versicherungssteuer - haben in den ersten zehn Monaten 5,1 Milliarden Euro in die Kassen der Finanzministerin gespült.

Die saftige Erhöhung der MöSt gleich zu Beginn des Jahres (4,8 Cent bei Eurosuper und 6 Cent bei Diesel brachte dem Staat 326 Millionen Euro an Mehreinnahmen als 2010. "Diese höhere Mineralölsteuer bekommen die Autofahrer bei jedem einzelnen getankten Liter Sprit auch in Zukunft zu spüren", kritisiert Lydia Ninz vom ARBÖ und fordert einen Belastungsstopp für Autofahrer.

Betroffen von dieser massiven Steuererhöhung sind vor allem Pendlerinnen und Pendler, die für die Fahrt in die Arbeit auf das Auto angewiesen sind. Zur hausgemachten MöSt-Erhöhung kamen 2011 noch massive Verteuerungen der Spritpreise durch die international angezogenen Preise aufgrund der Rohölpreisentwicklungen: Eurosuper verteuerte sich pro Liter im Schnitt um 15 Cent, Diesel wurde gar um 20 Cent im Vergleich zum Vorjahr teurer. In Kombination steuern auch die Spritpreise 2011 auf einen neuen Rekord hin.

Die NoVA machte sich für den Staat ebenfalls bezahlt: Das Finanzministerium kassierte über 19 Millionen Euro mehr. Die NoVA ist eine Sondersteuer, die bei der Neuzulassung eines Fahrzeuges in Österreich anfällt und die es in dieser Form in ganz Europa nicht gibt. "Durch das Bonus-Malus-System werden Autos mit höherem CO2-Ausstoss massiv verteuert", fügt der ARBÖ hinzu. Ein ähnliches Bild bei der motorbezogenen Versicherungssteuer, die gleichzeitig mit der Versicherungsprämie einbezahlt werden muss: Hier sind 72 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2010 geflossen.

Weiterführender Link:
ARBÖ

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Re: Einfach mal den Spritmonitor aufrufen es wird sich nichts ändern, das auto wird weiter unseren staat finanzieren. wenn die autos in zukunft verstärkt elektrisch werden, dann wird denen, für elektro fahrzeuge eine neue steuer, warscheinlich eine noch höhre einfallen... will der kleine private bürger mobil sein, dann wird abkassiert. für dienst- u. firmenautos ist es eh nur eine durchläufer!

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Re: Einfach mal den Spritmonitor aufrufen auch dienst- und firmenautos müssen finanziert werden! grad einmal die ust kann zurück geholt werden - und auch nur dann, wenn das fahrzeug vorsteuerabzugsberechtigt ist!

simm1111
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Re: Einfach mal den Spritmonitor aufrufen @grzbrzl: Nur Dienst und Firmenautos werden mit den weitergegebenen Preisen mitfinanziert, wenn ein Unternehmer mehr Steuer und Spritkosten hat wird das auf den Verkaufspreis seiner Ware dazugeschlagen, zumindest ein großer Teil und im Endeffekt zahlt wieder der Kunde das ganze!!!

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