Autogipfel bringt flexiblere Kurzarbeit: Sozialpartner sollen Details ausverhandeln

Faymann und Pröll suchen "breite Antwort" auf Krise Stärkere Förderung für Investitionen in Innovationen

Autogipfel bringt flexiblere Kurzarbeit: Sozialpartner sollen Details ausverhandeln © Bild: AP/Zak

Mit einer Ausweitung der Kurzarbeitsregelung auf bis zu 18 Monate und mehr Forschungsgeldern für innovative Unternehmen endete im Wiener Bundeskanzleramt ein Treffen von Regierungsvertretern, Sozialpartnern und der Autobranche. Die Maßnahmen gelten für alle krisengeplagten Unternehmen, und nicht nur die Kfz-Branche. Eine Verschrottungsprämie wird es vorerst nicht geben.

Die heimischen Autozulieferer und Kfz-Händler und Werkstätten beschäftigen mittlerweile rund 170.000 Menschen, machen mit einem Produktionsvolumen von etwa 23 Mrd. Euro rund 10 Prozent der Industrie aus und spüren den Wirtschaftsabschwung besonders stark. Deswegen sei es so bedeutend, den Sektor zu unterstützen, betonte Bundeskanzler Faymann, der gemeinsam mit Vizekanzler Finanzminister Pröll "Gastgeber" des Autogipfels war. Die Frage sei jedoch gewesen, wie man einen Sektor unterstütze, ohne den Wettbewerb zu verzerren oder einige ungerechtfertigt zu begünstigen oder "gar mit irgendwelchen Modellen von Subventionen alles ins Ungleichgewicht" zu bringen.

Kurzarbeitsregelung
Die Unternehmen brauchten in erster Linie Flexibilität, betonte auch Pröll, weil wir wissen, dass der Aufschwung kommt". Bis dahin sollten die Mitarbeiter in den Betrieben gehalten werden. Daher werde die Kurzarbeitsregelung auf 18 Monate ausgeweitet, außerdem werde es einen öffentlichen Finanzierungsanteil und eine Qualifizierungsoffensive geben.

Sozialpartner am Verhandlungstisch
Die Details, wie etwa auch eine Verlängerung des Durchrechnungszeitraums - derzeit 4 Wochen - soll eine Arbeitsgruppe aus Sozialpartnern sowie Vertretern der Autobranche und der Regierung, die schon nächste Woche eingesetzt wird, ausarbeiten. Bisher konnten die Unternehmen bis zu 6 Monaten Kurzarbeit in Anspruch nehmen, unter bestimmten Bedingungen maximal 12 Monate. Nach Angaben von Sozialminister Hundstorfer soll die notwendige Gesetzesnovelle bereits am 20. Jänner im Parlament eingebracht und im März beschlossen werden.

(apa/red)