Autofahrer bald die Zapfsäule der Nation?
Ab 2011 droht eine höhere Mineralölsteuer

Mitterlehner erhofft sich von Vorhaben eine Mrd. Euro Neue Energiestrategie soll die Investitionen ankurbeln

Autofahrer bald die Zapfsäule der Nation?
Ab 2011 droht eine höhere Mineralölsteuer © Bild: APA/dpa

Wirtschaftsminister Mitterlehner konkretisiert die Pläne in puncto Anhebung der Energiesteuern: Die Mineralölsteuer (MöSt) könnte ab 2011 stufenweise erhöht werden, kündigte er an. Im Falle einer Anhebung könnten im ersten Jahr fünf Cent pro Liter aufgeschlagen werden, im zweiten Jahr zehn Cent pro Liter. Das Potenzial bezifferte der Minister mit bis zu 1 Mrd. Euro.

Bei der Senkung der Lohnnebenkosten sieht er hingegen "sehr wenig Spielraum". "Es ist eine Illusion, dass bei steigender Arbeitslosigkeit und bei steigendem Druck auf die Sozialversicherungsbeiträge ein großer Ansatz zur Senkung der Lohnnebenkosten gefunden werden kann", sagte Mitterlehner dem Wirtschaftsblatt.

Die jüngst präsentierte Energiestrategie könnte laut Mitterlehner Investitionen von bis zu sechs Mrd. Euro pro Jahr auslösen. Das beinhalte auch angekündigte Investitionen der E-Wirtschaft. Mitterlehner rechnet außerdem mit "Impulsen aus dem Ökostromgesetz und der Forschung und Entwicklung". Zusätzlich sollen 700 Mio. Euro durch Investitionen vom Staat kommen, wobei hier auch die Umschichtung der Wohnbauförderung berücksichtigt sei.

Mitterlehner gegen Pkw-Routenmaut
Das in der Energiestrategie angebene Einsparungspotenzial von 200 Petajoule (PJ) soll "aus Effizienzmaßnahmen kommen": 70 PJ aus dem Tanktourismus, 61 PJ aus der Gebäudesanierung, 21 PJ aus Betrieben, die nicht dem Emissionshandel (ETS) unterliegen. Aus erneuerbaren Energieträgern - etwa Ökostrom und Fernwärme - kämen zusätzlich 70 PJ. "Hinzu kommt der Ausbau der Wasserkraft um 12,6 PJ."

Einer kilometerabhängigen Pkw-Maut kann der Wirtschaftsminister nach wie vor nicht allzu viel abgewinnen. "Eine volle Bemautung von Lkw und Pkw hätte eine Vorlaufzeit von drei Jahren. Außer in den Niederlanden denkt kein Land in der EU das an."
(apa/red)

Kommentare

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Sehr gut!!! Die Wappler die diese Koalition gewollt haben gehören ordentlich bestraft!!

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Bessere Vorbereitung auf nächste Ölkrise Es ist völlig egal ob die Mineralölsteuer erhöht wird, Erdöl wird in absehbarer Zeit unleistbar teuer für ineffiziente Anwendungen wie Verbrennungsmotor oder Heizung.

Die höhere Besteuerung motiviert nur zur Flucht aus dem Öl bevor es zu spät ist.

Gelberdrache
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Mineralölsteuer Ist der Mitterlechner noch zu retten?Ich würde vorschlagen die Mitglieder alles Fraktionen sollen auf die hälfte Ihrer Bezüge verzichten,fast 90% der Arbeiter verdient im Monat 2,500,-€ also wieso brauchen die Herren 5-10 000,-€ und noch mehr?????????

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Reden wir doch mal lieber über Dein Auto Ein Elktroauto wird mit 20 m² Photovoltaik mit Strom für 15000 km pro Jahr versorgt. Wie schaut das denn bei Deinen Auto so aus? Was ist Dein Durchschnittsverbrauch, daß Du Dich gar so aufregst?
Was ist Dein fahrerischer IQ?
http://auto.pege.org/2004/stadtverkehr-verbrauch.htm

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Strom ist saubillig Sind wir doch froh, wenn die fossilen Fahrzeuge im Betrieb teurer werden. Nächstes Jahr wird es schon Elektroautos geben, die man auch für den Spanienurlaub nutzen kann.
War die Messesensation am Genfer Autosalon
http://auto.pege.org/2010-genf-byd-e6/
Und bis dahin die allerteuersten Autofahrten, Kurzstrecke, Stadtverkehr mit dem Elektroroller ersetzen.
http://auto.pege.org/2010-e-max-90s/

Und damit wir das leichter anschaffen können, soll den Leuten und Firmen ja auch mehr übrig bleiben. Ich hoffe die Steuerreform setzt disbzüglich möglichst viel von meinem Vorschlag um
http://politik.pege.org/2009-steuerreform/

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Re: Strom ist saubillig Schlaumeier, der Strom kommt ja aus der Steckdose.
Das Strom in kalorischen Kraftwerken und Atomkraftwerken erzeugt wird ist ja wohl hinlänglich bekannt. Die Wasser-, Wind- und Photovoltaikanlagen reichen nicht um den derzeitigen Verbrauch zu tilgen und dann stecken wir noch brav das Auto an die Steckdose - gratuliere. Abgesehen davon verlagert sich die Abhängigkeit nur von der OMV auf die Energie AG, KELAG oder sonst einen Stromlieferanten und wenn dann die Marktabdeckung mit Elektrofahrzeugen entsprechend hoch ist, werden auch hier die Preise anziehen, wie es auch bei den Pellets der Fall ist. Die sind soweit ich weiß, an den Ölpreis gekoppelt - warum auch immer.

Schonender Umgang mit den Ressourcen ...
Dein Hausverstand.

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Photovoltaik ist billiger als Diesel Es gibt keine Alternative zu einen schnellen Ausbau an erneuerbarer Energie. Bis 2030 sind der 6 fache projektierte Jahresertrag von Zwentendorf mit Solarstrom und Windstrom möglich.
http://politik.pege.org/2009-a/zwentendorf.htm

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