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Marseille: Auto
rast in Bushaltestellen

Fahrer festgenommen - Eine Tote und ein Schwerverletzter an Bushaltestellen

Marseille: Auto rast in Bushaltestellen © Bild: Reuters/Philippe Laurenson

Ein Auto ist in Marseille in zwei Bushaltestellen gerast. Dabei sei mindestens eine Person getötet worden, teilte die Polizei am Montag mit. Der Fahrer sei festgenommen worden. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Vorfall nicht um einen Anschlag.

Nichts deute auf einen "terroristischen Akt" hin, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Festgenommenen sei ein Schreiben einer psychiatrischen Klinik gefunden worden.

Zwei Busunterstände angefahren

Wie eine Sprecherin der nationalen französischen Polizei am Montag sagte, seien am Vormittag im Abstand von etwa einer Stunde zwei verschiedene Busunterstände angefahren worden. Das gesuchte Auto sei später gefunden und ein 35-Jähriger festgenommen worden. Bei den Vorfällen sei auch eine Person verletzt worden.

Nach unbestätigten Informationen des Nachrichtensenders BFMTV soll es sich bei dem Todesopfer um eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren handeln. Der Verdächtige sei zwar der Polizei bekannt gewesen, nicht aber den Geheimdiensten, die in Frankreich mutmaßliche islamistische Gefährder erfassen. Ein Zeuge habe das Nummernschild registriert, deshalb sei die Polizei auf seine Spur gekommen, so BFMTV.

Marseille: Auto rast in Bushaltestellen
© Reuters/Philippe Laurenson

Terrorverdacht nicht erhärtet

Frankreich war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer islamistischer Anschläge. Erst Anfang des Monats war ein Mann bei Paris in eine Gruppe Soldaten gefahren, Ermittler gehen einem Terrorverdacht nach. Vergangene Woche war östlich von Paris ein Mann mit einem Fahrzeug in eine Pizzeria gerast und hatte ein Mädchen getötet - in diesem Fall schloss die Staatsanwaltschaft ein terroristisches Motiv allerdings aus.

Die Ermittler gingen auch bei dem Vorfall in Marseille vorerst einem Terrorverdacht nach. Dieser hat sich aktuellen Erkenntnissen zufolge aber nicht erhärtet.

Marseille: Auto rast in Bushaltestellen
© APA/AFP/Boris Horvat

Kommentare

Peter Lüdin

Der kurdische Journalist Masoud Aqil, einst selber Gefangener des Daesh (IS), warnt: „Ich kann Ihnen versichern, dass mehr islamistische Terroristen in Europa sind, als wir ahnen."
Und: „Als ich dann nach Europa gekommen bin, musste ich feststellen, dass diese Bastarde, denen ich entkommen bin, bereits hier waren. Der jüngste Terroranschlag bestätigt das leider erneut.“

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