Auto-Clans werden sich in Sitzung einig:
Porsche & VW für 'integrierten Autokonzern'

Zehn Marken, die eigenständig bleiben sollen 'Unter einheitlicher Leitung einer Führungsgesellschaft'

Auto-Clans werden sich in Sitzung einig:
Porsche & VW für 'integrierten Autokonzern' © Bild: APA/dpa/Seeger

Die Familien Porsche und Piech haben offenbar ihren Machtkampf um die Vorherrschaft zwischen Volkswagen und Porsche vorerst beigelegt. Volkswagen und Porsche sollen nun in einem "integrierten Autokonzern" zusammengelegt werden. Alle zehn Marken der beiden Unternehmen, ausdrücklich auch Porsche, sollen erhalten blieben und eigenständig bleiben. In Summe läuft dies auf eine Fusion hinaus.

Zuletzt hatte der deutlich kleinere Autobauer Porsche versucht, VW zu übernehmen und hält nun gut die Hälfte der VW-Aktien. Dabei hat Porsche aber etwa neun Milliarden Euro an Schulden angehäuft. Die weitere Finanzierung der Übernahme war nicht mehr möglich.

Nun soll innerhalb von vier Wochen eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Unternehmen "unter maßgeblicher Einbindung des Landes Niedersachsen als größtem Mitaktionär sowie der Arbeitnehmervertreter beider Unternehmen ... eine Entscheidungsgrundlage über die zukünftige Struktur der gemeinsamen Gruppierung vorlegen", teilte Porsche mit.

Der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff erklärte in einer ersten Stellungnahme: "Wir sind zu Gesprächen bereit, die zügig mit allen Beteiligten von Porsche, Volkswagen, den Arbeitnehmervertretern und dem Land Niedersachsen geführt werden sollten." Niedersachsen hält eine Sperrminorität bei VW und muss allen wichtigen Entscheidungen zustimmen.

(apa/red)