Austro Control von

Strahlend
blauer Himmel

Austro Control - Strahlend
blauer Himmel © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Von Umfärbungen will Minister Hofer jedenfalls nichts wissen: Es gehe ihm um die Sache und das Wohl der jeweiligen Unternehmen, versichert der Minister.

In mehreren Unternehmen, für die FPÖ-Minister Norbert Hofer zuständig ist, hat es in den vergangenen Monaten viel Wirbel um Umstrukturierungen in Aufsichtsräten gegeben. Bisher unbemerkt von der Öffentlichkeit vollzieht sich nun der Wechsel im Kontrollgremium von Österreichs Gesellschaft für Zivilluftfahrt, der Austro Control. Diese ist für alle Belange der heimischen Luftfahrt - von der Zulassung von Flugzeugen bis zur Luftraumsicherung -zuständig und dem ehemaligen Flugzeugtechniker Norbert Hofer ein besonderes Anliegen.

Dort wird nächsten Mittwoch ein neuer Aufsichtsrat konstituiert: Den Vorsitz soll künftig der Anwalt Werner Walch übernehmen -und damit die SPÖ-nahe Asfinag-Vorständin Karin Zipperer im Aufsichtsrat der Austro Control ablösen. Walch gilt als Experte im Luftfahrtrecht und saß schon in der ersten schwarz-blauen Regierung in mehreren Aufsichtsräten, unter anderem in der Austro Control. Als seine Stellvertreterin ist Kathrin Glock vorgesehen. Sie nimmt den Platz des im Jänner zurückgetretenen SPÖ-nahen Rechtsanwalts Leopold Specht ein.

Die Frau des schwerreichen Waffenproduzenten Gaston Glock sitzt auch in allen Schlüsselpositionen des Familienimperiums und ist Geschäftsführerin der Glock Aviation GmbH. Ebenfalls neu in den Aufsichtsrat einziehen sollen Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner und die Anwältin Katharina Levina-Rabl, die Frau des Welser FPÖ-Bürgermeisters Andreas Rabl. Was die Änderungen für die Jobs des (der SPÖ zugerechneten) Austro-Control-Chefs Heinz Sommerbauer und seines Vorstandskollegen Thomas Hoffmann bedeuten, ist indes offen. Ihre Verträge laufen mit Jahresende aus.

Von Umfärbungen will Minister Hofer jedenfalls nichts wissen: Es gehe ihm um die Sache und das Wohl der jeweiligen Unternehmen, versichert der Minister. Außerdem würden in den Aufsichtsräten auch Mitglieder anderer Parteien sitzen. Dennoch: Die blaue Handschrift ist klar erkennbar. Bei den ÖBB etwa ersetzte Heta-Vorstand Arnold Schiefer die SPÖ-Vertreterin Brigitte Ederer an der Spitze des Kontrollgremiums. Zusätzlich kamen noch altbekannte Freiheitliche wie Ex-Ministerin Monika Forstinger oder Parteiurgestein Gilbert Trattner zum Zug.

Bei der Autobahngesellschaft Asfinag löste der als FPÖ-nahe geltende Burschenschafter und Welser Magistratsdirektor Peter Franzmayr die Verfassungsrichterin Claudia Kahr an der Spitze ab, die der SPÖ zuzurechnen ist. Ebenfalls neu ins Gremium zog - wie bei den ÖBB - Andreas Reichhardt ein. Er ist Hofers Generalsekretär und ein alter Bekannter von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

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