"Austria Wien neu" visiert UEFA-Platz an:
Top-3 Saisonziel der runderneuerten Austria

Spielertransfers, neuer Vereinsname, neuer Trainer Coach Daxbacher will "schönen Fußball" praktizieren

"Austria Wien neu" visiert UEFA-Platz an:
Top-3 Saisonziel der runderneuerten Austria © Bild: Reuters/Zolles

Ein Dutzend Spieler haben FK Austria Magna verlassen, neun Neue sind vom "neuen" FK Austria Wien für die Dienstag startende Fußball-Bundesliga-Saison geholt worden. Zehn Jahre nach dem Einstieg von Frank Stronach, der damals Michael Wagner dem Verein zur Verfügung stellte, hat der Österreichs Rekord-Cupsieger ein neues Kapital seiner Historie aufgeschlagen. Unter dem Motto "Gemeinsam sind wir Austria Wien - die neue Austria Wien" wurde der Startschuss mit einem Sommerfest im violett beleuchteten Arkadenhof des Wiener Rathauses gefeiert.

An den sportlichen Erwartungen änderte sich freilich nicht viel. "Wir haben alle ein Ziel, und das ist, Austria wieder zur Nummer eins in Wien und Österreich zu machen und an internationale Erfolge anknüpfen", verkündete Präsident Wolfgang Katzian. Soll heißen, wie vorige Saison unter den ersten Drei in der Tabelle zu landen und damit einen Startplatz für den Europacup zu holen. "Und ich gehe davon aus, dass im kommenden UEFA-Cup FC Tobol Kostanai der erste Schritt zur Gruppen-Phase sein wird", meinte der GPA-Chef im Beisein von Bürgermeister Michael Häupl, der wie alle Gäste ein violettes Leiberl mit dem Aufdruck des neuen Austria-Mottos erhielt.

Daxbacher löst Constantini ab
Neu ist nicht nur der Vereinsname, sondern auch der neue Chef des Betreuerstabes. Coach Karl Daxbacher trat die Nachfolge von "Feuerwehrmann" Didi Constantini an, außerdem wurde als Co-Trainer der Amateure Robert Sara heimgeholt. Violette Legenden in den Club zu integrieren, gehöre auch zum neuen Konzept der Austria, sagte Katzian. Daxbacher ist stolz, wieder ein Austrianer und sogar deren Cheftrainer zu sein. "Ich hoffe, dass ich die Erwartungen erfüllen kann. Die neue Mannschaft zog in der Vorbereitung gut mit, es schaut gut aus", meinte der 55-Jährige.

Dass Daxbacher, der 14 Jahre als Aktiver den violetten Dress getragen hatte, mit jungen Spieler gut umgehen kann, bewies er in Favoriten schon von 2002 bis 2006 als Trainer der Austria Amateure, die er 2005 von der Ostliga in die Erste Liga führte. "Ich arbeite gerne mit jungen Burschen, sie haben Potenzial, müssen sich aber beweisen. Für mich zählt nicht alt oder jung, sondern einzig und allein die Leistung. Viele haben gezeigt, sie wollen in die Elf. Der Konkurrenzkampf ist groß, das ist positiv", erklärte der frühere ÖFB-Teamspieler.

"Schöner Fußball" soll Austria zum Erfolg führen
Neben Erfolgen ("Im UEFA-Cup gibt es keinen Grund, die Kasachen zu unterschätzen") möchte Daxbacher mit seiner Mannschaft auch den technischen und "schönen Fußball", für den die Austria immer bekannt war, forcieren. "Wer mich kennt weiß, dass ich offensiv spielen lasse", bekannte sich der Feldherr, der Red Bull Salzburg als großen Titelfavoriten sieht sowie Meister Rapid, seine Austria, seinen Ex-Verein LASK, SV Mattersburg und Sturm Graz im Kampf um die Europacup-Startplätze erwartet, zu seiner Philosophie. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld, Jocelyn Blanchard, liegt mit seinem Chef auf einer Linie.

"Wir wollen besser als vorige Saison spielen, ohne aber unsere übliche Qualitäten in der Organisation und Defensive zu verlieren", meinte der Franzose. Die Austria habe zwar einige gute Spieler verloren, aber junge, hungrige Leute verpflichtet. "Ich glaube auch, dass wir im Kollektiv einiges ausgleichen können", so der Legionär, der wieder die Gruppenphase des UEFA-Cups anstrebt. Trainerwechsel sind für den Routinier auch nichts Neues, es sei schön, dass der Verein einen verdienstvollen Mann zurückgeholt habe.
(apa/red)

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