Austria Wien verspürt nun wieder Aufwind:
Nach 2:0-Sieg gegen Sturm ist Rapid greifbar

Chinese trifft zum dritten Mal in den letzten 3 Spielen Steirer warten im Frühjahr weiterin auf Liga-Punkte

Austria Wien verspürt nun wieder Aufwind:
Nach 2:0-Sieg gegen Sturm ist Rapid greifbar © Bild: APA/Fohringer

Der FK Austria Wien hat im Horr-Stadion das wichtige Nachtragsspiel zur 23. Runde der Bundesliga gegen Sturm Graz 2:0 (1:0) gewonnen und zog in der Tabelle mit dem zweitplatzierten Meister Rapid nach Punkten gleich. Die viertplatzierten Steirer verloren hingegen im Kampf um einen Europacup-Startplatz Boden, weisen nach Verlustpunkten drei Zähler Rückstand auf die beiden Wiener "Bullen-Jäger" auf.

Soweit die nackten Fakten. Das Spiel war allerdings nicht so eindeutig wie es das Resultat vermuten ließe. "Es war ein knapper, eher glücklicher Erfolg. Souverän war das nicht, das darf man nicht überbewerten. Aber wir haben unsere Lehren aus dem 1:3 daheim im Herbst gezogen", resümierte Austria-Trainer Karl Dachbacher, nachdem der Chinese Xiang Sun knapp vor der Pause mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel en suite und Mario Sonnleitner per Kopf mit einem Eigentor den violetten Sieg-"Hattrick" fixiert hatten.

Daxbacher gab zu, dass die Gäste anfänglich Probleme bereitet hätten, jedoch nach dem vorentscheidenden 1:0 und dem Ausschluss von Samir Muratovic immer schwächer geworden wären. Er freute sich besonders mit seinem chinesischen "Mann mit dem Hammer". "Sun hat nun eine Glückssträhne, nachdem er im Herbst verletzt war. Er hat einen tollen Schuss und einen Superlauf. Im Training traut sich keiner mehr in der Mauer zu stehen, wenn er Schussübungen absolviert", meinte der Trainer nach dem ersten Heimerfolg über Sturm seit 23. September 2007.

Freude bei Okotie
Stürmer Rubin Okotie, der zugab, im Kopfball-Duell mit Sonnleitner den Ball nicht berührt zu haben, freute sich ebenfalls: "Wir haben jetzt unsere Titelchance, werden sehen, wo wir am Ende stehen." Und Verteidiger Markus Suttner denkt ebenfalls in diese Richtung: "Ich hoffe, dass wir den Abstand zum Vierten bis zum Schluss halten." Thomas Krammer sagte dazu: "Der dritte Platz ist eine Momentaufnahme". Daxbacher bemerkte: "Nach dem Ausrutscher in Altach sind wir auf einem sehr guten Weg."

Sturm steht hingegen nach dem dritten Liga-Spiel 2009 noch ohne Punkt da und auch die Cup-Revanche glückte nicht. Die Gäste sind auch diesmal "in Schönheit gestorben" und damit in der Fremde weiter seit 12. November (3:0 in Linz) sieglos. "Bis zum 16er spielen wir gut, aber der letzte Pass fehlt, daher kommen wir zu keinen Torchancen. So kann man kein Spiel gewinnen", befand Mittelfeldspieler Mario Kienzl, während Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem Spiel den Salzburger Schiedsrichter Bernhard Brugger beim Abgang lautstark kritisierte.

Foda beobachtete viele Fehler
"Wir wollen die Niederlage nicht am Schiedsrichter festmachen, hätten auch mit elf Mann nicht gewonnen. Die gelbrote Karte gegen Muratovic war aber wieder eine krasse Fehlentscheidung. So viele Fehler sind unmöglich, das betrifft auch andere Vereine", sagte Franco Foda, der seine Mannen aber auch ins Visier nahm: "Die Mannschaft hat mich zum ersten Mal in diesem Jahr enttäuscht, es war eindeutig zu wenig. Der Unterschied ist, dass die Gegner die Tore machen, wir nicht", brachte es der deutsche Sturm-Feldherr auf den Punkt.

Remis bei Altach-LASK
1:1 (0:1) trennten sich im zweiten Nachtragsspiel des Abends die Nachzügler SCR Altach und der LASK, wobei die Ex-Rapidler Petr Vorisek bzw. Roman Waller (per Brust zu seinem 50. Liga-Tor) trafen. Die neuntplatzierten Vorarlberger sind 2009 damit weiter ungeschlagen und haben den Vorsprung auf Schlusslicht SV Mattersburg verdoppelt. "Schade um die vergebenen Chancen, wir haben zwei Punkte verloren", so Vorisek, dessen Trainer Georg Zellhofer mit der Leistung, nicht aber mit der Ausbeute zufrieden war. LASK-Coach Klaus Lindenberger konnte mit dem schmeichelhaften Remis gut leben: "Das Resultat und die Organisation waren okay, aber wir müssen uns weiter steigern."

FK Austria Wien - SK Sturm Graz 2:0 (1:0)
Horr-Stadion, 8.317 (offiziell), SR Brugger

Torfolge:
1:0 (41.) Sun
2:0 (66.) Sonnleitner (Eigentor)

Austria: Safar - Krammer, Bak, Dragovic, Suttner (85. Majstorovic) - E. Sulimani (91. Troyansky), Blanchard, Sun - Bazina (71. Topic), Acimovic - Okotie

Sturm: Kobras - Schaschiaschwili (63. Jantscher), Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Kienzl (78. Scherrer), Hlinka, Beichler - Haas (63. Hassler), Muratovic

Gelbe Karten: Blanchard, Bazina, Sun, Topic bzw. Sonnleitner, Feldhofer, Hassler

Gelb-Rot: Muratovic (79./Foulspiel)

(apa/red)

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