Austria dreht Spiel gegen Ried: Zwei späte Joker-Tore führen Veilchen auf Siegerstraße

Mair und Gercaliu treffen in Schlussphase zum Erfolg Wiener thronen mit 2:1-Sieg weiter an der BL-Spitze

Spät aber doch hat Tabellenführer Austria Wien den Pflichtsieg gegen SV Ried sichergestellt. Wie in Salzburg (1:0) war es ein Last-Minute-Sieg, denn der entscheidende Treffer durch Gercaliu gelang in der 90. Minute.

Die seit 1999 im Horr-Stadion sieglosen Oberösterreicher waren durch einen umstrittenen Drechsel-Elfmeter völlig überraschend in Führung gegangen (69.), die davor glücklosen Hausherren (u.a. zweimal Latte) drehten die Partie aber noch im Finish durch Joker-Tore von Mair (85.) und Gercaliu (90.) um. Die Austria bleibt damit weiter souverän Tabellenführer und daheim in dieser Saison ungeschlagen (fünf Siege, zwei Remis).

Für die Austria war es am 61. Geburtstag von General Manager Thomas Parits das siebente Pflichtspiel innerhalb von 22 Tagen, von schweren Füßen bei den Violetten war jedoch nichts zu bemerken. Für den verletzten Safar (Adduktoren) hütete vor den Augen von Mäzen Frank Stronach und Teamchef Josef Hickersberger erstmals in der Liga Fornezzi das Austria-Tor.

Rieder rasch unter Dauerdruck
Ried kam mit dem Selbstvertrauen von zwei klaren Heimsiegen gegen Altach (3:0) und Kärnten (3:1) in die Hauptstadt, geriet jedoch rasch unter Dauerdruck. Bereits in der 13. Minute hatten die Innviertler gehöriges Glück, denn der auf der rechten Seite druckvolle Austria-Scharfschütze Sulimani - so wie Kuljic und Schiemer ein Ex-Rieder - traf eine Woche nach seinem Tausendguldenschuss in Salzburg in er 91. Minute die Oberkante der Latte.

Zehn Minuten später stoppte Glasner im letzten Moment Kuljic (23.), Goalie Berger kratzte einen gefinkelten Acimovic-Corner von der Linie (27.). Nach einem weiteren Acimovic-Corner rettete Kujabi nach Lafata-Kopfball auf der Linie, den Schiemer-Nachschuss entschärfte Berger (35.). Ried hatte vor der Pause lediglich einen Drechsel-Schuss genau auf Fornezzi zu bieten (23.).

Nach dem Wechsel hätte ausgerechnet Ex-Austria-Kapitän Dospel für die kalte Dusche für die Gastgeber sorgen können: Nach Hackmair-Flanke setzte sich Dospel gegen Bak und Schiemer durch, doch Fornezzi parierte (50.). Danach war aber wieder die Austria am Drücker. Acimovic zirkelte einen Schuss knapp über die Latte (56.), wenig später sorgte das Team rund um Schiri Robitsch für große Aufregung. Kuljic bezwang Berger, doch die strittige Referee-Entscheidung lautete Abseits (58.).

Umstrittener Elfer bringt Rieder Führung
Kuljic legte per Kopf Austrias zweiten Lattentreffer nach (67.), ehe die Partie eine völlig überraschende Wende erlebte. Akagündüz drang per Konter in den Austria-Strafraum vor, nach einem Haken gegen Schiemer hob der Stürmer theatralisch ab und Schiri Robitsch entschied auf Elfmeter. Routinier Drechsel trat an und verwertete ins rechte Eck (69.). Aus einem Konter hätte Akagündüz beinahe das 0:2 erzielt (75.).

Die Austria probierte es mit der Brechstange, wurde aber dann doch noch mit Treffern belohnt. Nach Acimovic-Flanke war der eingewechselte Mair per Kopf zur Stelle (85.). Und wie vor einer Woche in Salzburg gelang sogar noch die späte Entscheidung: Der ebenfalls eingewechselte Gercaliu zog nach Energieleistung den Strafraum entlang und aus 16 Metern unhaltbar ins rechte Eck ab (90.).

"Das ist momentan die Veilchen-Geschichte, die wir leben. Es ist die Belohnung für sehr viel Engagement und Einsatz", lobte Erfolgscoach Georg Zellhofer sein Team und Siegestorschütze Gercaliu ergänzte: "Wir wollten den Sieg unbedingt, und für das sind wir belohnt worden."

FK Austria Magna - SV Josko Ried 2:1 (0:0)
Wien, Horr Stadion, 8.517, SR Robitsch

Torfolge:
0:1 (69.) Drechsel
1:1 (85.) Mair
2:1 (90.) Gercaliu

Austria: Fornezzi - Ertl, Bak (70. Mair), Schiemer, Majstorovic - Sulimani, Metz (72. Standfest), Blanchard, Acimovic - Lafata (61. Gercaliu), Kuljic

Ried: Berger - Brenner, Glasner, Jank, Kujabi (46. Erbek) - Hackmair, Dospel, Drechsel, Toth (74. Hadzic) - Akagündüz (88. Djokic), Salihi

Gelbe Karten: Schiemer, Ertl, Acimovic bzw. Kujabi, Erbek, Dospel

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(apa/red)