Austria kocht weiter auf Sparflamme: Keine Verträge für zahlreiche Mannschaftsstützen

Antonsson, Dospel, Rushfeldt, Sionko, Parapatits out Auch Dheedene, Janocko, Troyansky und Linz weg?

Personalabbau bei der Austria: Der bereits seit einigen Monaten eingeschlagene Sparkurs wird auch in Zukunft fortgesetzt. Das ist die Quintessenz des ersten Orientierungsgesprächs, das Mäzen Frank Stronach und sein in Favoriten eingesetzter Statthalter Ernst Neumann mit Austria-Manager Markus Kraetschmer und dem violetten Sportdirektor Peter Stöger führte. Der Magna-Gründer hatte Ende 2005 seinen Rückzug als Sponsor per Juni 2007 verkündet.

Sparflamme bedeutet im Wesentlichen, dass der Weg der Jugend (Akademie und Amateure) weiter verfolgt wird und dass es "teure Alt-Verträge" nicht mehr geben wird. Die Optionen für Antonsson, Dospel, Rushfeldt, Sionko und Parapatits werden nicht gezogen und die im Sommer auslaufenden Verträge von Dheedene, Janocko, Troyansky und Linz zu den bestehenden Konditionen auch nicht mehr verlängert. Kraetschmer und Stöger werden nun mit den Managern der betroffenen Spieler sprechen, ob sich diese eine weitere Zusammenarbeit unter reduzierten Bezügen vorstellen könnten.

Erst nachdem diesbezüglich Klarheit herrscht, kann dann über notwendige Verpflichtungen nachgedacht werden. "Nach Abschluss all dieser Gespräche sollten die entscheidenden Weichen für die mittelfristige Zukunft des Vereins gesellt sein. Jeder Titelgewinn würde die Planungen sicher etwas erleichtern", sagte Kraetschmer nach dem rund eineinhalb Stunden dauernden Treffen mit Stronach. Sicher ist schon jetzt, dass das Budget um einige Millionen Euro gekürzt und der Kader von 29 Spielern reduziert wird.

Noch in dieser Woche soll in einem weiteren Treffen zwischen den Austria-Machern und dem Austro-Kanadier über den Betreuerstab gesprochen werden. In den kommenden 14 Tagen sind ein Gespräch des Präsidiums mit Stronach bzw. zwischen dem Wiener Bürgermeister und Austrias Kuratoriumsvorsitzenden Michael Häupl (Stadion-Neubau in Rothneusiedl etc.) und dem Milliardär geplant.

(apa/red)