Austria legt Salzburg im Schlager übers
Knie: Wiener dank Junuzovic 1:0 erfolgreich

Diabang scheiterte mit Elfmeter an Gustafsson Verletzung von Safar. Auch Janko angeschlagen out

Austria legt Salzburg im Schlager übers
Knie: Wiener dank Junuzovic 1:0 erfolgreich © Bild: APA

Die Wiener Austria hat dank eines Sieges im direkten Duell zu Spitzenreiter Salzburg aufgeschlossen. Die Violetten setzten sich gegen den Meister im Schlager der 11. Runde 1:0 durch und liegen nun punktegleich mit dem Titelkonkurrenten, der national und international seit 25. August insgesamt acht Spiele unbesiegt gewesen war, auf dem zweiten Tabellenrang. Zlatko Junuzovic erzielte im Horr-Stadion in der 20. Minute den entscheidenden Treffer.

In einer vor allem in der zweiten Spielhälfte unterhaltsamen Partie scheiterte Austria-Stürmer Mamadou Diabang außerdem mit einem Elfmeter an Salzburg-Torhüter Eddie Gustafsson. Salzburgs Pokrivac hatte unmittelbar davor die Gelb-Rote Karte gesehen. Wermutstropfen für die Austria war eine Verletzung von Torhüter Szabolcs Safar, der sich nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit Tchoyi eine Kapselüberdehnung in der linken Schulter zuzog. Ob der Goalie für die Partie gegen Werder Bremen am kommenden Donnerstag fit wird, entscheidet sich nach einer MR-Untersuchung am Montag.

Die von Stürmersorgen geplagte Austria setzte auf Solo-Spitze Diabang vor den spielstarken Offensivkräften Acimovic und Junuzovic. Eine Umstellung, die den Violetten sichtlich keine Probleme bereitete. Die Hausherren waren in der ersten Viertelstunde deutlich die aktivere Mannschaft. Die Salzburger, bei denen der Ex-Austrianer Afolabi wegen einer Erkrankung passen musste, kamen nur langsam auf Touren.

Goldtreffer nach Ecke
Eine Eckball-Variante erwies sich für die Daxbacher-Elf schließlich als erfolgsbringend. Acimovic spielte auf Junuzovic, der Salzburg-Schlussmann Gustafsson per Flachschuss ins lange Eck bezwang. Die Antwort der Mozartstädter folgte beinahe auf dem Fuß: Unmittelbar nach dem Anstoß scheiterte Svento nach einem weiten Pass von Leitgeb an Safar. Für den Austria-Schlussmann war es die letzte Aktion, er wurde nach 24 Minuten durch Almer ersetzt. Der letzte Aufreger folgte kurz vor dem Pausenpfiff, als Janko in einer strittigen Situation wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.

Beide Trainer mussten wegen Blessuren in der zweiten Spielhälfte je einen Teamkicker vorgeben. Bei der Austria blieb Dragovic wegen einer Oberschenkelverhärtung in der Kabine, aus demselben Grund musste bei Salzburg Torjäger Janko passen. Dessen Ersatzmann Zickler sorgte gleich für einen stürmischen Beginn der Gäste: Nur 16 Sekunden im Spiel, traf der ehemalige Torschützenkönig nach idealer Vorarbeit von Tchoyi nur die Latte. In einer zunehmend rassiger werdenden Partie versteckte sich aber auch die Austria nicht.

Klein (51.) setzte den Ball knapp neben das Gehäuse, nachdem Leitgeb den Ball gegen Sulimani vertändelte, rettete Gustafsson mit einem sensationellen Reflex gegen Junuzovic (56.). Die große Chance auf die Entscheidung bot sich dem Cupsieger aber vom Elfmeterpunkt. Nach Foul des kroatischen Teamkickers Pokrivac an Baumgartlinger - der Täter sah dafür Gelb-Rot (63.) - übernahm Diabang Verantwortung. Der Senegalese scheiterte mit einem schwach geschossenen Strafstoß aber an Gustafsson (64.). Für die Austria war es bereits der zweite vergebene Elfmeter in Serie, nachdem Acimovic in der Europa League gegen Funchal nicht getroffen hatte.

Salzburg-Trainer Stevens musste trotz nomineller Unterlegenheit auf Angriff umstellen und brachte mit Jezek eine frische Offensivkraft. Die von Bak organisierte Abwehr der Wiener, die nun beinahe ein Jahr ohne Heimniederlage sind, ließ sich aber nicht mehr überrumpeln. Abgesehen von Distanzschüssen von Tchoyi und Zickler fanden die Gäste, die ihre Generalprobe für das Europa-League-Spiel gegen Lewski Sofia damit verpatzten, keine nennenswerten Chancen mehr vor.

(apa/red)