Austria & Salzburg im Lospech: Iberische Gegner machen CL-Quali zum heißen Tanz

Veilchen müssen gegen Benfica Lissabon aufblühen Auf Red Bull wartet "Österreich-Schreck" Valencia

Schwere Gegner bescherte die Auslosung für die dritte Runde der Champions League-Quali den österreichischen Klubs: Austria Wien bekommt es mit Benfica Lissabon zu tun, auf Red Bull Salzburg wartet mit Valencia ein spanischer Top-Klub.

Peter Stöger und Frenkie Schinkels nahmen das Los so, wie es gekommen ist. Allgemeiner Tenor: Die Portugiesen sind natürlich Favorit, auch wenn ihre Liga erst am 27. August beginnt. Es hätte noch schlimmer kommen können. "Es ist eine nicht ganz so unlösbare Aufgabe wie es Milan, Arsenal oder Liverpool gewesen wäre", meinte Sportdirektor Peter Stöger, der vor eigenem und zahlreichem Publikum im ersten Spiel mit einem guten Resultat spekuliert, mit dem er eine "kleine Chance" sähe.

Für Schinkels ist Benfica "vom Namen ein Riesenkaliber", das bekannt für Fußball-Qualität und berühmt für technischen Fußball sei. "Ich glaube aber, dass es nicht das Angst-Los wie etwa Milan ist. Benfica ist auch noch nicht im Liga-Rhythmus." Der 43-Jährige erhofft sich im Heimspiel einen Hauch der WM-Stimmung von Deutschland, bleibt jedoch Realist: "Benfica ist klarer Favorit, lassen wir uns überraschen." Markus Kraetschmer, der in der Schweiz weilte und die ersten Gespräche mit den Portugiesen führte, sprach von einem recht attraktiven Los.

"Sportlich ist Benfica absoluter Favorit, kleine Vorteile könnten der Heimvorteil und die Tatsache sein, dass in Portugal noch nicht Meisterschaft gespielt wird", meinte der Klubmanager. Gespielt wird sicher im Happel-Stadion und wahrscheinlich am 8. August. Der genaue Termin so wie das Rückspiel (22. oder 23. August) werden nach Verhandlungen mit dem Fernsehen und Terminvergleichen fixiert.

"Österreich-Schreck" Valencia wartet auf Salzburg
Mit Valencia CF trifft Red Bull Salzburg auf einen Angstgegner. Aus österreichischer Sicht endeten Aufeinandertreffen mit den Schwarz-Weißen mit teils schmerzhaften Niederlagen. Allein die Europacup-Bilanz österreichischer Klubs gegen spanische geht mit 8 österreichischen Siegen bei 15 Unentschieden und 27 Niederlagen klar an die Iberer.

Gegen Valencia sieht die Statistik noch düsterer aus: In sechs Duellen erzielten österreichische Klubs nur drei Tore, wobei Rapid Wien im Messestädtecup 1963/64 (0:0 heim, 2:3 auswärts) den Aufstieg nur knapp verpasste.

Das "Mestalla"-Stadion, bei ausverkauftem Haus (55.000 Zuschauer) ein Hexenkessel mit steil aufragenden Rängen, bleibt auch aus ÖFB-Sicht ein "Ort des Schreckens". Am 27. März 1999 schlitterte das österreichische Nationalteam in ein 0:9-Debakel, das dem damaligen Teamchef Herbert Prohaska noch während der EM-Qualifikation den Posten kostete. Zwei Jahre später gab es an selber Stelle in der Quali zur WM 2002 ein 0:4.

Fix in der Gruppenphase (Spieltermine ab 12./13. September): FC Barcelona, Real Madrid, Inter Mailand, Manchester United, Olympique Lyon, FC Porto, PSV Eindhoven, Bayern München, Chelsea, AS Roma, Celtic Glasgow, Sporting Lissabon, Girondins Bordeaux, Werder Bremen, Olympiakos Piräus, RSC Anderlecht

(apa/red)