Austria-Präsident Katzian mit Optimismus:
"Zum Trübsalblasen gibt es keinen Grund"

Trainer Zellhofer kündigt "Angriff auf den Titel" an Entscheidung am 15. Jänner: Bleibt Stronach Mäzen?

Austria-Präsident Katzian mit Optimismus:
"Zum Trübsalblasen gibt es keinen Grund"

Nur sieben Punkten aus den jüngsten acht Liga-Spielen, Verlust der Tabellenführung und der Abschied aus dem UEFA-Cup - Austria Wien hat schon bessere Fußball-Tage erlebt als jene im Dezember 2007. Auf der Weihnachtsfeier der Business-Partner des Cupsiegers im VIP-Club des Horr-Stadions sprach der neue Austria-Präsident Wolfgang Katzian der violetten Familie Mut zu. "Zum Trübsalblasen gibt es keinen Grund", sagte der GPA-Chef.

In der laufenden Saison sei auf nationaler Ebene noch alles möglich, "wenn die Mannschaft im Frühjahr an die Leistungen vom Herbst, die uns so viel Freude bereitet haben, anknüpfen kann." Trainer Georg Zellhofer stieß ins gleiche Horn, er kündigte einen "Angriff auf den Titel" an. Den Grundstein dazu will er nach einer dreiwöchigen Pause über die Feiertage in einer optimalen Vorbereitung mit zwei Trainingscamps in Laa/Thaya (7. bis 11.1.) und Alhaurin bei Malaga (19. bis 29.1.) legen.

Wirtschaftliche Zukunft sichern
Vor einem Jahr war es um die Austrianer sogar noch schlechter bestellt als heuer. Da hatte man gegen die Rote Laterne und um die Liga-Lizenz gekämpft, am Ende mit dem Cup und dem Erreichen der Gruppen-Phase des UEFA-Cups noch das Beste daraus gemacht. Langweilig wird es auch Katzian und seinem Team, die nun fast ein Jahr im Amt sind, auch diesmal nicht werden. Es gilt, die wirtschaftliche Zukunft zu sichern, den Umbau des Horr-Stadions, dessen Kosten von rund 9 Mio. Euro bereits zu 60 Prozent finanziert sind und bis zur nächsten Saison fertiggestellt sein wird, voranzutreiben.

Und vor allem wird auf die für Mitte Jänner avisierte Entscheidung Frank Stronachs gewartet. Der Austro-Kanadier wird um den 15. Jänner mitteilen, ob er den Favoritnern auch über den Sommer 2008 hinaus als Mäzen erhalten bleibt. Der Magna-Gründer hat sein Bleiben vom Stadion-Neubau in Rothneusiedl abhängig gemacht. "Die Entscheidung liegt nicht in unserer Hand, ist aber für die Zukunft des Vereins wichtig", sagte Austria-Manager Markus Kraetschmer. Es gebe mittlerweile über dieses Projekt so viele Meldungen, die er nicht mehr kommentieren wolle.

Stronach "grundsätzlich zufrieden"
Gegenüber der Austria habe sich Stronach im jüngsten Gespräch im November über die "Entwicklung mit dem österreichischen Weg und jungen Spielern grundsätzlich zufrieden" gezeigt, berichtete Kraetschmer. "Jede Seite will die definitive Entscheidung, aber die Situation jetzt ist nicht mit jener vor einem Jahr zu vergleichen, als das Ende des Betriebsführungsvertrag mit Magna nahte", erklärte der 36-jährige Manager, der ein "No" von Stronach als Verlust einer wesentlichen Säule des jährlichen Budgets bezeichnen würde.

Die in Vorbereitung befindliche AG für den Profi-Bereich, die bis spätestens Sommer 2008 umgesetzt werden soll, bedürfe in der neuen Konstellation dann einer anderen rechtlichen Vertragsform auch mit Magna. "Wir wollen in jedem Fall eine wirtschaftlich seriöse Basis schaffen. Wir hoffen dies gemeinsam mit dem Hauptsponsor Magna tun zu können, weil wir mit ihm viel aufgebaut haben. Eine Trennung wäre schade", so Kraetschmer. An Verstärkungen sei im Moment nicht zu denken, auch er müsse den 15. Jänner abwarten, meinte General-Manager Thomas Parits.

Elf Spieler-Verträge laufen aus
Also wird der Burgenländer frühestens erst in der zweiten Jänner-Hälfte mit jenen Spielern Verhandlungen aufnehmen können, deren Verträge im Sommer auslaufen. Es sind dies Safar, Ertl, Standfest, Gercaliu, Blanchard, Vachousek, Radomski, Mair, Lasnik, Pichlmann und Kuru. Und dazu enden auch die Kontrakte mit Trainer Zellhofer und dem Betreuerstab. "Natürlich will der Trainer wissen, welche Perspektiven ihm der Verein bietet und er muss uns dann sagen, ob er sich mit dem möglichen Kurs identifizieren kann", meinte Kraetschmer. (apa/red)

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