Austria wendet das Heimdebakel noch ab:
Wiener Violette besiegen Kapfenberg mit 2:1

Späte Tore von Okotie & Acimovic sicheren Heimsieg Steirer kassieren elfte Auswärtsniederlage der Saison

Austria wendet das Heimdebakel noch ab:
Wiener Violette besiegen Kapfenberg mit 2:1 © Bild: APA/Diener/Manhart

Die Wiener Austria hat vor Heimpublikum nach Rückstand einen hart erkämpften 2:1-(0:0)-Erfolg gefeiert. Die Violetten kamen vor 6.100 Zuschauern nach zuletzt vier sieglosen Bundesligaspielen zum ersten Erfolg seit 10. März und haben vor der Sonntagspartie zwischen Sturm und Kärnten vier Punkte Guthaben auf die Grazer. Die Kapfenberger kassierten beim Tabellendritten die elfte Auswärtsniederlage der Saison und sind neun Punkte vor Altach und Mattersburg weiter Achter.

Die Gäste waren durch Hüttenbrenner (53. Minute) in Führung gegangen, ehe Okotie (83.) und Acimovic (90.) doch noch den zehnten Heimerfolg sicherstellten und Trainer Karl Daxbacher ein verspätetes Geschenk zu dessen 56. Geburtstag am Dienstag bescherten.

Die engagierten Kapfenberger hatten in der Anfangsphase nach einer Freistoßflanke, die Austria-Tormann Safar schlecht berechnete, durch Taboga die erste Möglichkeit des Spiels. Wirklich gefährlich für die Hintermannschaft der Wiener wurde es dann in der 17. Minute. Hüttenbrenner ließ nach Flanke von Felfernig Teamverteidiger Schiemer aussteigen, scheiterte aber dann aus kurzer Distanz an Safar. Die erste Großchance der zumeist ideenlos auftretenden Daxbacher-Truppe in der ersten Spielhälfte hatte Bak nach einem Acimovic-Corner in der 23. Minute, der Abwehrspieler verfehlte das Tor per Kopf jedoch deutlich.

Kapfenberger aggressiver
Die Gäste agierten spritziger und aggressiver als die Favoritener und ließen in der Abwehr wenig zu. Auf der anderen Seite musste Safar in der 34. Minute einen Weitschuss von Siegl spektakulär abwehren, ein Hüttenbrenner-Kopfball sorgte wenig später erneut für Torgefahr. Fünf Minuten vor der Pause war es Acimovic, der nach Hereingabe von Standfest aus dem Stand per Kopf leichtfertig vergab.

Zwei Minuten vor Halbzeit schloss Schiedsrichter Drachta Bak wegen einer Tätlichkeit aus, der Pole hatte Kapfenberg-Kapitän Taboga mit dem Ellbogen am Kopf getroffen. Mit zehn Mann lief es für die Austria nach Wiederbeginn keineswegs besser, ein abgewehrter Freistoß von Bazina aus 20 Metern in der 50. Minute war zunächst die magere Ausbeute. Nachlässigkeiten in der Wiener Hintermannschaft führten dann zum 0:1. Hüttenbrenner kam nach Eckball von Siegl aus drei Metern beinahe unbedrängt zum Kopfball, Safar hatte es verabsäumt die Flanke abzufangen.

Doppelschlag im Finish
Die Wiener reagierten und legten angetrieben von Acimovic einen Gang zu. Bazina verfehlte in der 62. Minute aus kürzester Distanz nach einer Topic-Hereingabe das Gehäuse. Ein Freistoß des Austria-Spielmachers in der 79. Minute ging knapp neben das Tor von Eisl. In der Schlussphase wurden die Austrianer schließlich doch noch für die Steigerung nach der Pause belohnt. Sturmspitze Okotie köpfelte nach einer Flanke des eingewechselten Diabang zum Ausgleich ein. Acimovic, der sein 14. Saisontor erzielte, sorgte in der Schlussminute nach Flanke von Suttner im Fallen sogar noch für den Siegtreffer.

Mit dem Cup-Halbfinale am Mittwoch in Wiener Neustadt und dem Derby gegen Rapid am Samstag stehen für die Violetten in der kommenden Woche zwei harte Bewährungsproben an.

FK Austria Wien - Kapfenberger SV 2:1 (0:0):
Franz-Horr-Stadion, 6.112, SR Drachta.

Torfolge:
0:1 (53.) Hüttenbrenner
1:1 (83.) Okotie
2:1 (90.) Acimovic

Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Suttner - Krammer (46. Dragovic), Blanchard, Acimovic, E. Sulimani (33. Topic/78. Diabang) - Bazina, Okotie

Kapfenberg: Eisl - Pitter, Taboga, Akoto, Stepanek, Siegl - Kozelsky (46. Zimmerman), Sencar, Hüttenbrenner, Felfernig (83. Wieger) - Pejic (60. Bernsteiner)

Rote Karte: Bak (43./Tätlichkeit)
Gelbe Karten: Keine bzw. Kozelsky, Sencar, Hüttenbrenner

(apa/red)

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