Austria mit Cup-Rückenwind zu Rapid: Seit
Mai 2004 ohne Sieg in "Höhle des Löwen"

Einzug ins ÖFB-Cup-Finale soll Blockaden lösen Daxbacher: "Mit Sieg auch zweiter Platz ein Thema"

Austria mit Cup-Rückenwind zu Rapid: Seit
Mai 2004 ohne Sieg in "Höhle des Löwen" © Bild: APA/Diener

Mit dem Rückenwind aus dem Cup, in dem zum sechsten Mal en suite das Finale erreicht wurde, tritt der FK Austria heute (16 Uhr LIVE auf NEWS.at) zum 289. Wiener Derby gegen Rapid in der "Höhle des Löwen" an. "Durch den Aufstieg sind die Voraussetzungen für uns diesmal sehr günstig, weil eine Belastung von meiner Elf abgefallen ist. Ich hoffe, sie tritt jetzt selbstbewusster auf. Tut sie das, dann traue ich ihr zu, auch im Hanappi-Stadion zu bestehen und zu gewinnen", sagte Austria-Trainer Karl Daxbacher.

Freilich wissen die Gäste, dass die Grünweißen eine Heimmacht sind. "Die Rapidler lieferten in Hütteldorf viele beeindruckende Spiele, gehen vor eigenem Publikum immer mit voller Power und sind daheim vor toller Kulisse stets Favorit", sieht der 56-Jährige die Rollen verteilt. Er rechnet mit positiven Energien aus dem Cup-Aufstieg. "Zuletzt machten zwei, drei unserer Spieler den Eindruck, als würden sie gehemmt agieren, Druck spüren und Angst haben, einen Fehler zu machen und spielten passiv."

Mit Sieg Platz zwei in Reichweite
Diese Handbremse sollte am Cup-Mittwoch in Wr. Neustadt gegen Frank Stronachs SC Magna gelöst und das "Gaspedal" wieder gefunden worden sein. Gelingt den Austrianern, die seit 13. Dezember ohne Auswärtssieg sind, tatsächlich der erste volle Erfolg im St. Hanappi seit 2. Mai 2004, dann würde der Rückstand auf den zweitplatzierten Meister Rapid nach der 31. Bundesliga-Runde auf ein einziges Pünktchen schrumpfen.

"Schaffen wir das, dann ist der zweite Rang natürlich für uns ein Thema. Ergibt sich die Chance, dann wollen wir sie nützen", kündigte Daxbacher an, der auch die andere Seite der Medaille nicht vergisst. "Verlieren wir und Sturm schlägt daheim den LASK, dann sind wir in der Tabelle hinter den Grazern nur noch Tabellenvierter", so der Ex-Teamspieler, dessen Truppe nach sechs sieglosen Duellen mit dem Erzrivalen am 11. November daheim mit dem 2:0 den bisher jüngsten Derby-Sieg verbuchte.

Daxbacher muss u.a. weiterhin auf den gesperrten Abwehrchef Jacek Bak, der von Aleksander Dragovic in Wr. Neustadt glänzend vertreten wurde, und den verletzten Chinesen Sun Xiang verzichten. Um den Einsatz von Rubin Okotie bangt er noch. Der Cup-Matchwinner trainierte am Donnerstag nicht, wurde wegen einer Zerrung im hinteren Oberschenkelansatz behandelt. Da auch Topic (Knie) nicht fit ist, könnten die Veilchen ein Stürmerproblem bekommen.

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(apa/red)