Australien von

Drittes Geschlecht erlaubt

Gericht gibt grünes Licht für dritte Angabe neben "männlich" und "weiblich"

Geschlechter © Bild: Thinkstock.de/iStockphoto

Ein australisches Gericht hat erstmals entschieden, dass ein Menschen in amtlichen Formularen etwa von Standesämtern nicht als männlich oder weiblich eingeordnet werden muss. Wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete, kassierte das Berufungsgericht des Bundesstaates New South Wales eine anderslautende Entscheidung.

Norrie May-Welby hatte gegen das Urteil eines Verwaltungsgerichts geklagt. Norrie wurde als Mann geboren, unterzog sich aber 1983 einer Operation und beschloss, weder als Mann noch als Frau zu leben.

X für "intersexuell"

Das Richtergremium erklärte in dem abgeschlossenen Verfahren, das Wort Geschlecht habe nicht die binäre Bedeutung "männlich" oder "weiblich". In Pässen können Australier bereits seit Jahren ein drittes Geschlecht angeben. Die Richtlinien des Außenministeriums erlauben ein X für "intersexuell" neben dem herkömmlichen M ("männlich") und F ("weiblich") in den Pässen. Bei intersexuellen Menschen sind nicht alle geschlechtsbestimmenden Merkmale wie Chromosomen, Hormone, Keimdrüsen oder äußere Geschlechtsorgane eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen.

Kommentare

Gibt's im deutschen Sprachraum schon lange!
"Er" + "Sie" + "Es"
Also könnte sich jemand "Es" in den Reisepass eintragen lassen? ;-)

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