Australian Open von

Die Papierform spricht für Melzer

Melzer und Paszek bekommen in der ersten Runde lösbare Aufgaben zugelost

Jürgen Melzer © Bild: GEPA/Hauer

Lösbare Erstrunden-Aufgaben haben Österreichs einzige zwei Vertreter in den Einzelbewerben der am Montag beginnenden Australian Open zugelost bekommen. Jürgen Melzer trifft in einer Davis-Cup-Generalprobe auf die aktuelle kasachische Nummer 1, Michail Kukuschkin, bei den Damen bekommt es Tamira Paszek mit der Schweizerin Stefanie Vögele zu tun. Beide ÖTV-Spieler gehen als Favoriten in ihre Partien.

"Es ist lustig und skurril, ausgerechnet im letzten Turnier vor dem Davis Cup auf die Nummer 1 des kommenden Gegners zu treffen", meinte Melzer in einer ersten Reaktion nach der Auslosung. Grundsätzlich sei Kukuschkin aber ein Gegner, mit dem er leben kann. "Trotzdem bin ich gewappnet, da er letztes Jahr in Melbourne immerhin das Achtelfinale erreicht und dabei u. a. Gael Monfils geschlagen hat. Ich werde also aufpassen müssen", blieb Melzer vorsichtig.

Allerdings kehrt Kukuschkin nach langer Verletzungspause auf die Tour zurück. Der 25-jährige, gebürtige Russe hat sich im Herbst an beiden Hüften operieren lassen, hinter seiner Verfassung steht also ein Fragezeichen.

Der als Nummer 26 gesetzte einzige Top-100-Spieler Österreichs befindet sich im gleichen Viertel wie der topgesetzte Titelverteidiger Novak Djokovic. Sollte er die Auftakthürde meistern, trifft er entweder auf Fabio Fognini (ITA) oder Chennai-Finalist Roberto Bautista Agut (ESP). In der dritten Runde würde bei plangemäßem Verlauf mit dem als Nummer 5 gereihten Tschechen Tomas Berdych schon ein großer Brocken warten.

Keine Punkte zu verteidigen

Melzer war vor zwei Jahren beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres erstmals ins Achtelfinale vorgestoßen und hatte sich damit damals den erstmaligen Einzug in die Top Ten gesichert. Aus dem Vorjahr hat der 31-jährige Niederösterreicher hingegen nichts zu verteidigen, hatte er sich doch gleich zum Auftakt Ivo Karlovic (CRO) in drei Sets beugen müssen.

Melzer hat heuer ein Viertelfinale in Brisbane sowie ein überraschendes Erstrunden-Aus in Auckland gegen den unbekannten Greg Jones (AUS) zu Buche stehen. Der Deutsch Wagramer spielt zum elften Mal im Melbourne-Einzel.

Paszek verlor beide Duelle gegen Vögele

Für Paszek gibt es ein Wiedersehen mit der Schweizerin Stefanie Vögele. Die beiden 22-Jährigen spielen zum insgesamt dritten Mal gegeneinander. Die als Nummer 30 gesetzte Vorarlbergerin ist gegen die Nummer 87 zwar Favoritin, hat aber die bisherigen beiden Begegnungen verloren. "Ich kenne Stefanie noch aus meiner Juniorenzeit, weil wir gleich alt sind. Wir haben lange nicht gegeneinander gespielt. Ich werde mich ganz auf mein Spiel konzentrieren, versuchen da draußen aggressiv zu sein und mein Bestes geben", versprach Paszek.

Die Dornbirnerin hatte 2010 in Portoroz in zwei Sätzen verloren und zwei Jahre zuvor eine bittere Drei-Satz-Niederlage beim Heim-Fed-Cup in Dornbirn erlitten. Gewinnt Paszek erstmals gegen Vögele, dann spielt sie entweder gegen Casey Dellaqua (AUS) oder Madison Key (USA). Läuft alles nach der Papierform, dann trifft die zweifache Wimbledon-Viertelfinalistin auf die als Nummer 5 gesetzte Deutsche Angelique Kerber. Da Paszek im Vorjahr mit einer Niederlagen-Serie ins Jahr gestartet war, kann sie im Ranking weiter Boden gutmachen.

Link: Die offizielle Website der Australian Open.

Kommentare