Australian Open von

Asarenka im Williams-Schatten

"Serena ist die Spielerin, die es zu schlagen gilt", weiß die Titelverteidigerin und Nummer 1

Wictoria Asarenka beim Generali Ladies in Linz © Bild: APA/Gindl

Sie ist Titelverteidigerin bei den Australian Open und die Nummer 1 der Welt. Und dennoch gehört Viktoria Asarenka nicht das Hauptaugenmerk der Öffentlichkeit und der Medien. Dazu hat Serena Williams in den vergangenen sechs Monaten einfach zu stark gespielt. Die 31-jährige US-Amerikanerin, die der Reihe nach Wimbledon, die Olympischen Spiele, die US Open und dann auch noch das WTA-Tour-Finale gewonnen hat, gilt als "heimliche" Nummer eins.

Das WTA-Ranking zeigt Williams derzeit nur als Nummer 3, doch auf den Titelseiten und im Sport gehört in den Vorschauen auf die Australian Open der 15-fachen Major-Siegerin der meiste Platz. Asarenka nimmt das klaglos hin, ein bisschen ist die Weißrussin vielleicht sogar froh, dass die Kameras nicht komplett auf sie gerichtet sind. "Ja, Serena ist die Spielerin, die es zu schlagen gilt", sagte die 23-Jährige. "Ich bin nicht hier, um den Titel zu verteidigen, sondern um gutes Tennis zu zeigen und um Spiele zu gewinnen", meinte Asarenka.

Geht es nach der Papierform, dann kommt es schon im Halbfinale zum großen Schlager mit Williams. Dabei würde es nicht nur um den Einzug ins Finale, sondern auch um die Nummer eins gehen. Denn da Williams "down under" im vergangenen Jahr bereits im Achtelfinale scheiterte, würde sie schon mit dem Einzug ins Finale die Spitzenposition zurückerobern.

Williams fühlt sich gut
"Ich fühle mich richtig gut. Ich bin ruhiger als früher, völlig relaxed", sagte Williams, die in der Rod Laver Arena bisher fünfmal triumphiert hat. So ausgeglichen und selbstbewusst wie sich die US-Diva in diesen Tagen in Melbourne präsentiert, käme es einer großen Überraschung gleich, wenn ihr Name in zwei Wochen nicht zum sechsten Mal in die "Daphne Akhurst Memorial Trophy" eingraviert würde - und sie endlich auch vom Computer wieder als Nummer eins der Welt anerkannt würde.

Als große Favoritin will sich Williams aber nicht abstempeln lassen. "Ich mag das nicht. Ich muss sieben Matches gewinnen, auch jede andere in der Auslosung will das und hat die gleiche Möglichkeit dazu."

Asarenka pflichtete ihr indirekt bei. "Die Nummer eins zu bleiben ist wahrscheinlich schwieriger, als dorthin zu gelangen, weil man sehr konstant spielen muss", sagte die Weißrussin. "Das Ranking ist nicht mein Hauptziel, aber ich werde mich darüber sicher nicht beschweren."

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