Australian Open von

1,95 Millionen € für die Sieger

Preisgeldrekord in Melbourne. Splitter vom ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

Bälle liegen auf während eines Trainings auf einem Platz der Australian Open © Bild: Reuters/Wimborne

So viel Geld wie noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier gibt es dieses Jahr für die Einzel-Sieger bei den Australian Open: 2,43 Mio. australische Dollar (1,96 Mio. Euro) werden an die Triumphatoren ausbezahlt. Besonders aufgestockt wurden auch die ersten Runden. So bekommt man für eine Erstrunden-Niederlage nun umgerechnet 22.229 Euro (vormals 16.753 Euro) ausbezahlt, ein Aus in Runde zwei bringt schon 36.646,26 Euro - rund 10.000 Euro mehr als vor einem Jahr.

Scharapowa belohnt Journalisten
Bonbons für die beste Frage hatte Maria Scharapowa im Vorfeld der Australian Open für die Journalisten angekündigt. Eine Tüte mit Süßigkeiten ihrer eigenen Kreation "Sugarpova" versprach sie am Samstag in Melbourne demjenigen, der in der Pressekonferenz den interessantesten Einfall hatte. Nach einem zehnminütigen Frage-Antwort-Spiel fällte die russische Weltranglisten-Zweite ihr vernichtendes Urteil. "Es war keine Frage dabei, die es verdient gehabt hätte, mit Bonbons belohnt zu werden", sagte sie schmunzelnd. Die Frage nach ihrer vermeintlichen Liaison mit dem Bulgaren Grigor Dimitrow wurde übrigens sicherheitshalber gar nicht gestellt.

Djokovic vermisst Nadal
Weltranglisten-Leader Novak Djokovic vermisst den verletzten Rafael Nadal, den er im Vorjahr in einem dramatischen Finale bezwungen hatte, in Melbourne. "Es ist auf jeden Fall ein Verlust für das Turnier, für das Tennis und für den Sport im Allgemeinen, dass Rafa noch nicht wieder auf dem Court steht", sagte der Serbe am Samstag. Er ist überzeugt von der Rückkehr des seit seinem Aus in der zweiten Wimbledon-Runde rekonvaleszenten Spaniers. "Ich weiß, dass es er ein großer Kämpfer ist, jemand, der nie aufgibt, bis zum letzten Moment kämpft. Und er liebt diesen Sport", so Djokovic.

Djokovic selbst geht auf den Melbourne-Hattrick los und er wäre damit der erste Spieler der Profi-Ära, dem dies gelingt. In Roland Garros gelang dies dem Schweden Björn Borg einmal sowie gleich zweimal dem Spanier Rafael Nadal. Wimbledon-Hattricks schafften Borg, zweimal Pete Sampras (USA) und einmal Roger Federer (SUI). Bei den US Open gelangen John McEnroe (USA), Ivan Lendl (USA) und Federer je einmal zumindest drei Triumphe en suite.

Federer jagt Damenrekord
Roger Federer hat nach Major-Titel 17 in Wimbledon weiterhin die großen Fünf bei den Damen im Visier. Siegt er in Melbourne, dann würde er mit Chris Evert und Martina Navratilova (beide USA/je 18 Einzeltitel und in dieser Wertung auf Platz vier) gleichziehen. Es führt Margaret Court (AUS/24) vor Steffi Graf (GER/22) und Helen Wills Moody (USA/19).

Roger Federer und der australische Evergreen Lleyton Hewitt bestreiten in Melbourne ihr jeweils 55. Grand-Slam-Turnier und sind damit in dieser ewigen Wertung auf Platz 8 vorgerückt. Die meisten Majors hat Fabrice Santoro (FRA) mit 70 gespielt.

Williams träumt vom Grand Slam
Serena Williams ist sehr skeptisch, ob es ihr gelingen könnte, einen lupenreinen "Grand Slam" - also alle vier Majors innerhalb eines Kalenderjahres zu gewinnen. "Das ist ein unglaubliches Ziel. Das hat seit den 80er-Jahren niemand geschafft", sagte Williams in Erinnerung an Steffi Graf, der Deutschen war dies 1988 gelungen. Allerdings hat sie seit Wimbledon 2012 alle großen Titel gewonnen, die es zu gewinnen gab. Sie hält bei derzeit 15 Major-Gewinnen.

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