Aussichten glänzend für Goldinvestments:
"Es wird noch viele Allzeithochs geben"

Umfeld für Veranlagungen hat sich verbessert Preis für Gold hat sich seit 2001 fast verfünffacht

Aussichten glänzend für Goldinvestments:
"Es wird noch viele Allzeithochs geben" © Bild: Reuters/Kato

Gold erstrahlt seit einigen Monaten in stärkerem Glanz denn je, der Preis für das begehrte Edelmetall jagt von einem Rekordhoch zum anderen - und die Aussichten dürften weiterhin glänzend bleiben, zumindest wenn man dem Goldexperten der Erste Group, Ronald-Peter Stöferle, Glauben schenken will. "Das Umfeld für Goldinvestments hat sich zunehmend verbessert."

Stöferle befürchtet trotz des aktuellen Bullenmarktes noch keine Goldpreisblase: "Es wird noch viele weitere Allzeithochs geben", gab sich der Experte überzeugt. Gold sei die perfekte Depotversicherung, ähnlich einer Feuerversicherung. Stöferle empfiehlt Investoren zumindest 5 bis 10 Prozent ihres Finanzvermögens in Gold zu veranlagen. Der Erste-Experte geht unverändert davon aus, dass der nächste Höhepunkt der Goldpreisentwicklung 2013 bei 2.300 Dollar (1.876 Euro) je Feinunze liegen dürfte. Das wäre dann auch ein neues inflationsbereinigtes Allzeithoch seit dem letzten Höhepunkt des Goldpreiszyklus im Jahr 1981. Stöferle unterscheidet sich mit seiner Einschätzung wesentlich von anderen Experten, die laut Konsensschätzungen nur 988 Dollar erwarten. Aktuell werden für eine Unze Gold knapp 1.240 Dollar bezahlt. Auf Jahressicht prognostiziert der Erste-Experte 1.600 Dollar.

Stöferle ist aus mehreren Gründe von einem anhaltenden Goldboom überzeugt, etwa durch die wieder einsetzende Remonetarisierung. Ausgelöst durch das gesunkene Vertrauen in Papierwährungen werde Gold wieder verstärkt als wertbeständiger Geldersatz gesehen. "Gold erhält auf lange Frist die Kaufkraft", so Stöferle. Das Edelmetall sei in dieser Hinsicht ein sehr guter Gradmesser für den Gesundheitszustand eines Finanzsystems, von Papiergeld und Inflationsbefürchtungen.

Preis seit 2001 fast verfünffacht
Trotz der jüngsten Rekordstände bewertet Stöferle den aktuellen Goldpreis noch als günstig. Das zeige auch ein Vergleich der Staatsverschuldung mit den Goldbeständen. Gold sei in den letzten zehn Jahren die beste Veranlagungsklasse gewesen, führte der Experte aus. Seit 2001 habe sich der Preis fast verfünffacht, die durchschnittliche jährliche Rendite lag bei in Euro bei 13,5 Prozent und in Dollar bei 16,5 Prozent. Auch die Nachfrage nach Gold befindet sich weiter im Aufwind: 2009 stieg sie auf 1.270 Tonnen. Auch Hedgefonds entdecken immer stärker ihr Faible für Gold. (apa/red)

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DIE GIER DES MENSCHEN IST GRENZENLOS! bin schon gespannt wie die menscheit reaGIEREN wird,wenn unser system (sehr,sehr bald) den bach runter geht!

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