"Ausreichend Zeit" für die Sahara-Geiseln:
Vermittler zuversichtlich für eine Befreiung

Sicherheit der Halleiner wichtiger als der Zeitrahmen Lösegeldzahlungen sollen Geiselnahme Ende bereiten

"Ausreichend Zeit" für die Sahara-Geiseln:
Vermittler zuversichtlich für eine Befreiung © Bild: APA/Neumayr

Zuversichtlich im Fall der beiden in der Sahara entführten Salzburger Touristen hat sich der Sprecher des Außenministeriums gezeigt - trotz des kolportierten, aber offiziell nicht bestätigten "letzten Ultimatums" der Entführer. Dieses läuft um Mitternacht ab.

Ge"Aufgrund der vorliegenden Informationen weisen wir darauf hin, dass ausreichend Zeit zur Verfügung steht", sagte Peter Launsky-Tieffenthal. Man nutze derzeit die "ausgebauten Kommunikationskanäle".

Ähnlich optimistisch in Hinblick auf eine Freilassung von Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner äußerte sich der österreichische Sondergesandte Anton Prohaska gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Wir sind zuversichtlich", sagte der Diplomat in der malischen Hauptstadt Bamako, "dass wir genügend Zeit haben werden (für) unser Ziel, die Geiseln zu befreien und sie mit ihren Lieben und Verwandten zuhause zusammenzubringen, ohne ihnen Leid zuzufügen." Diese Einstellung teile man mit der malischen Regierung und Malis Präsident Amadou Tourmani Toure.

"Wichtiger als der Zeitrahmen" ist laut Außenamt die Sicherheit der am 22. Februar im Süden Tunesiens verschleppten Halleiner. Aus Sicherheitsgründen wolle man auch auf "operationelle Details" - wie Kommunikationswege mit den bzw. Forderungen und Aufenthaltsort der Entführer - nicht eingehen, so Launsky-Tieffenthal. Der Außenamtssprecher dankte Medien und Bevölkerung für ihr Verständnis.

Nach zwei Verlängerungen hatten die Entführer, die sich als "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" bezeichnen, ihre jüngste Frist bis Sonntag um Mitternacht als "letztes Ultimatum" bezeichnet. Die Gruppe fordert die Freilassung von Gesinnungsgenossen in algerischer und tunesischer Haft. Sie hatte der österreichischen Regierung am 13. März ein dreitägiges Ultimatum gestellt, verlängerte es dann erst um eine Woche und schließlich um zwei weitere Wochen. Medienberichten zufolge sollen die Entführer mit Lösegeldzahlungen zu einem Verzicht auf ihre politischen Forderungen gebracht werden, die Wien nicht erfüllen kann. (apa/red)