Auslandstelefonierer können loslegen: EU einigt sich auf SMS-Roaming-Tarifsenkung

Rübig: Gleichzeitig wird Telekomindustrie geschützt Gesprächsabrechnungen erfolgen sekundengenau

Auslandstelefonierer können loslegen: EU einigt sich auf SMS-Roaming-Tarifsenkung

EU-Parlament, Rat und Kommission haben sich auf eine weitere Reduzierung der SMS-Roaming-Tarife - also der Preise für Handygespräche im Ausland - geeinigt. Der ÖVP-EU-Mandatar Paul Rübig, sprach von einem guten Ergebnis für die Konsumenten. Handytelefonie im Ausland, SMS und Datenroaming werde billiger, gleichzeitig schütze man damit die Telekomindustrie in der aktuellen Wirtschaftskrise.

Auf Vorschlag der EU-Kommission wird die seit zwei Jahren geltende Roaming-Verordnung, mit der erstmals die Gesprächskosten für Handytelefonate im EU-Ausland geregelt wurden, verlängert. Gleichzeitig sorgt die EU für mehr Fairness in der Preisgestaltung für SMS und Datenroaming. Konkret sinken beim Sprachroaming ab 1. Juli 2009 die Kosten auf Großhandelsebene auf 26 Cent pro Minute, für die Verbraucher reduzieren sich die Gesprächskosten damit auf 43 Cent für Aktiv- und 19 Cent für Passivgespräche. Ab 1. Juli 2010 sinken die Großhandelspreise auf maximal 22 Cent, die Verbraucherpreise auf 39 bzw. 15 Cent pro Minute. "Mit dem 1. Juli 2011 werden die Gesprächskosten dann mit 18 Cent für den Großhandel sowie 35 bzw. 11 Cent für die Verbraucherebene begrenzt", so Rübig.

Auf die Sekunde genau
Zufrieden ist der ÖVP-Europaabgeordnete auch mit dem erzielten Kompromiss zur sekundengenauen Gesprächsabrechnung. "Auf Großhandelsebene sollen die Gespräche künftig ab der 30. Sekunde sekundengenau abgerechnet werden. Für Verbraucher gilt bei aktiven Gesprächen ebenfalls eine sekundengenaue Taktung ab der ersten halben Minute, für angenommene Roaminggespräche jedoch bereits ab der ersten Gesprächssekunde". Damit würden die Kosten für die Konsumenten genauer überprüfbar.

(apa/red)