Ausgebooteter Huainigg wehrt sich: In der Causa Behindertenanwalt droht Rechtsstreit

Bestellungsverfahren sei "intransparent" gewesen Ex-VP-Abgeordneter wendet sich an Schlichtungsstelle

Ausgebooteter Huainigg wehrt sich: In der Causa Behindertenanwalt droht Rechtsstreit © Bild: APA/Jäger

Um die Bestellung des früheren Sozialministers Erwin Buchinger (SPÖ) zum Behindertenanwalt bahnt sich ein Rechtsstreit an. Der frühere ÖVP-Abgeordnete Franz-Joseph Huainigg, der sich ebenfalls um den Posten beworben hatte, will sich noch nicht geschlagen geben und sich an die Schlichtungsstelle im Bundessozialamt wenden. Konkret möchte er wissen, warum ihm Buchinger vorgezogen wurde. Sollten die Gründe nicht stichhaltig sein, denkt er an eine Klage gegen die Entscheidung.

"Eine bessere Qualifizierung Buchingers ist bisher nicht nachgewiesen", sagte Huainigg in den "Salzburger Nachrichten". Dass er wegen seiner schweren Behinderung übergangen wurde, glaubt der Kärntner, der seit seiner Kindheit im Rollstuhl sitzt und seit 2006 auf ein mobiles Beatmungsgerät angewiesen ist, nicht: "Das fände ich doch sehr merkwürdig, dass ich zu behindert für den Behindertenanwalt sein sollte."

Im Ö1-Morgenjournal beklagte Huainigg, das Bestellungsverfahren sei "sehr intransparent" gewesen und die Qualifikation der Bewerber sei nicht offengelegt worden. Von der Schlichtungsstelle erwartet er sich nun Auskunft über die Gründe der Entscheidung pro Buchinger. "Wenn es für mich nachvollziehbar ist, dann ist es okay. Sonst gibt es die Möglichkeit einer Klage", betont Huainigg. Er verweist darauf, dass Behinderte bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden müssten: "Ich fühle mich diskriminiert und benachteiligt, weil ich glaube, dass ich auch sehr gut geeignet bin."

(apa/red)

Kommentare

Postenvergabe? Ist doch immer wieder das gleiche mit der SPÖ! Wer einmal im inneren kreis gesessen hat, der wird schon verpflegt. Sei es mit einem neuen Posten bei den Linzer Stadtwerken um €12.000.- oder Mit Buchinger als Behindertenanwalt oder Gusenbauer in der AK. Das sind alles Verpflegungsjobs. Niemand denkt auch nur im entferntesten daran daß diese Leute einen Job auch ausüben sollten. Da fährt man eben über qualifizierte Leute drüber, wen kümmert es schon?

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