Ausflugstipp von

Marillenblüte in der Wachau:
Die besten Wanderwege

Wachauer Weltkulturerbelandschaft in Bestform

Ausflugstipp - Marillenblüte in der Wachau:
Die besten Wanderwege © Bild: APA/HARALD SCHNEIDER

Die Wachauer Marille ist eine europaweit bekannte Spezialität und eines der wenigen österreichischen Produkte, das innerhalb der EU als eigene Marke geschützt ist. Die weiß-rosa Knospen der über 100.000 Marillenbäume stehen bereits in voller Blüte und überziehen die Wachauer Weltkulturerbelandschaft mit ihrem sinnlichen Duft. Die Marillenblüte im April ist ein wunderschönes Spektakel, das definitiv einen Ausflug wert ist.

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Nach der langen Winterzeit geht es jetzt Schlag auf Schlag. Die Wachauer Marillenbauern haben schon im Vorfeld angekündigt, dass die Vollblüte schon unter der Woche zu sehen sein wird. Wer also noch in den Genuß des traumhaften Anblicks kommen will, sollte sich sputen und einen Ausflug am Wochenende einplanen. Denn Lange wird der Wachauer Blütenzauber nicht zu sehen sein.

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Marillenblüte fasziniert Besucher

Die Marillenbauern rechnen damit, dass die Pracht schon rund um den 15. April wieder ihren Glanz allmählich verliert. Eine wahre Augenweide sind die geöffneten Knospen auf jeden Fall. Das Schauspiel ist Jahr für Jahr zuerst im Raum Krems zu sehen und breitet sich dann weiter nach Westen bis nach Aggsbach Markt aus. Die Marille kommt ursprünglich aus China

Die "Wiege" der Marille liegt in China

Dort kultivierte man die Frucht bereits vor 4.000 Jahren. Alexander der Große brachte die Marille nach Griechenland und Italien. Ausgehend vom römischen Reich gelangte sie auch in die Wachau, wo sie seit rund 2.000 Jahren angebaut wird. Die Marille gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihr lateinischer Name lautet Prunus armeniaca.

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Original Wachauer Marille

Früher diente die Wachauer Marille der Eigenversorgung. Erst im 19. Jahrhundert begann man, sie kommerziell zu verwerten. Seit 2003 kümmert sich der Verein Original Wachauer Marille um die Erhaltung und Vermarktung dieser für die Wachau so typischen Frucht. Das Siegel des Vereins dürfen nur Betriebe führen, die sich verpflichten, die seit mehr als 100 Jahren in der Wachau üblichen Sorten von besonderer Qualität zu produzieren.

Die besten Wanderwege

Frühlingsgefühle werden beim Wandern durch die duftenden Marillengärten so richtig wach. Wir haben die beliebtesten Routen zusammengefasst.

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Wachauer Marillen Erlebnisweg

Adresse: Dorfstraße 34, 3506 Angern

Der Wachauer Marillen Erlebnisweg führt Sie durch die malerische Weinlandschaft und durch alte Marillengärten auf die Spuren der edlen Frucht! Fünf Stationen laden dazu ein, mehr über die Tiere im Marillengarten, die Baumblüte und die Arbeit im Marillengarten zu erfahren.
Der 4,5 Kilometer lange Rundweg beginnt und endet beim Weinhof Aufreiter, in dessen Hofladen zahlreiche Marillen-Köstlichkeiten erhältlich sind.

Rossatzer Marillenmeile

Adresse: Gemeindeamt Rossatz-Arnsdorf, 3602 Rossatz

Hier findet man nicht nur ein schönes Wanderwegenetz durch Marillengärten, sondern lernt an sogenannten Marillen-Tankstellen die Standorte der wichtigsten Wachauer Obstbaubetriebe kennen
Die Marillenmeile verläuft von St. Johann über Oberarnsdorf nch Hofarnsdorf bis Mitterarnsdorf und Bacharnsdorf. Zur Marillenmeile Ost zählen die Ortschaften Rührsdorf, Rossatz und Rossatzbach, zur Marillenmeile West die Ortschaften St. Johann, Oberarnsdorf, Hofarnsdorf, Mitterarnsdorf und Bacharnsdorf.

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Marillengarten im Stift Göttweig

Adresse: Stift Göttweig 1, 3511 Furth bei Göttweig

Im Nutzgarten des Stiftes gibt es rund 50 Bäume aus zwölf verschiedenen, in der Wachau beheimateten, Sorten. Im Glashaus - dem "Marillenbaumkindergarten" - befinden sich einjährige Jungbäume.

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Welterbesteig Wachau - Hofarnsdorf-Rossatz

Adresse: Hofarnsdorf, Schloss Kirchenplatz

Winzerdörfer und Wachauer Weinlandschaften, römische Pfade und Ruinen, ein Naturschutzgebiet mit unberührten Eichen-/Hainbuchenwälder und tolle Fernblicke vom Seekopf und der Hirschwand erlebt man auf der 17 km langen Etappe von Hofarnsdorf nach Rossatz.