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Lehrabschluss für Maturanten?

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl will Fachkräftemangel durch Praxisjahr beheben

Maturanten absolvieren eine Prüfung. © Bild: APA/DPA/Tobias Kleinschmidt

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl will dem Fachkräftemangel durch ein neues, erweitertes Modell der Lehrlingsausbildung entgegenwirken: Maturanten sollen ein einjähriges, intensives Praxisjahr absolvieren können und so zu einem Lehrabschluss kommen, schlägt Leitl im Wirtschaftsmagazin "trend" vor.

Wenn man praktisch veranlagten Maturanten einen alternativen Ausbildungsgang zum Studium anbiete, könnten dadurch auch die Universitäten entlastet werden, glaubt Leitl. Integrationsstaatssekretär Kurz fordert in der Tageszeitung "Österreich" eine Bildungspflicht bis zum Hauptschulabschluss einzuführen. Derzeit reiche es, neun Jahre die Schulpflicht abzusitzen, künftig sollen Jugendliche "verpflichtend bis zum Hauptschulabschluss in der Schule bleiben müssen, um eine Chance am Arbeitsmarkt zu erhalten". Er schränkt allerdings ein, dass diese Pflicht nur bis zum 18. Lebensjahr gehen soll.

Ähnlich die Forderung des Wiener Genetikers Markus Hengstschläger, Leiter einer von ÖVP-Chef Spindelegger eingesetzten Expertengruppe für Bildung, im "Kurier": Auch für ihn sollte man die Schulpflicht nicht nach neun Jahren erfüllt haben, sondern nur nach "Abschluss der Mittleren Reife, egal, wie lange man dafür braucht". Sowohl Kurz als auch Hengstschläger argumentieren damit, dass kein Jugendlicher künftig die Schule verlassen soll, ohne schreiben, lesen und rechnen zu können.

Kommentare

freud0815 melden

wer will mit abi in der tasche zb maler und lackierer werden?

Rasso melden

Mann Abi - bist Piefke?

Shak71 melden

@freud0815: Jemand, der sonst keinen Job finden würde - eventuell an das gedacht - oder sollen wir weiterhin arbeitslose Jugendliche hochfüttern - ohne Perspektiven.

So hätten sie die Möglichkeit eine weitere Qualifikation zu erwerben und den Weg zum Studium haben sie dann immer noch offen.

Und sind wir froh, das es noch genug Menschen gibt, die Maler oder Lackierer werden wollen...

freud0815 melden

nä viel schlimmer als piefke, aber hab abi und matura hört sich so altbacken an - das grösste problem in at ist, dass die lehrlinge sozusagen unkündbar sind. in der firma in der ich in wien arbeitete war das maderl so faul und dazu noch arrogant, aber rausschmeissenwar net, da sie inner lehre war. nur frag ich mich wie man jemandem wie mir zb-handwerklich so unbegabt, dass ichs gar net versuche nach 1 *praxisjahr* beibringen soll, wie man zb haare schneidet? oder würderst du evtl willen dass jemand mit 1 praxisjahr die ne neue küche schreinert oder dein auto lackiert?

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freud0815
ich geb ihnen absolut recht. es ist wirklich so, diejenigen, die matura haben, werden sicher kein praxisjahr absolvieren. 3 jahre lehrberuf - wie soll denn das auch funktionieren nach einem praxisjahr einen handwerklichen beruf auszuüben??? also blöder gehts wohl nicht!!!! möglicherweise höchstens als büroallrounder. vielleicht würds auch jugendliche geben, die nach maturaabschluss eine lehre beginnen, aber das wird eher eine minderheit sein.

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