Aus Protest Strom und Gas abgestellt:
Beschäftigte fordern eine Lohnerhöhung

Frankreich: 78.000 Kunden waren davon betroffen Premierminister Fillon spricht von "Sabotageakt"

Aus Protest Strom und Gas abgestellt:
Beschäftigte fordern eine Lohnerhöhung

Um ihre Forderungen nach einer Lohnerhöhung zu unterstreichen, haben Beschäftigte der französischen Gas- und Stromwerke ihren Kunden stundenweise die Energiezufuhr abgestellt. Etwa 78.000 Kunden seien in den vergangenen Tagen von den Ausfällen betroffen gewesen, darunter auch Krankenhäuser und Einkaufscenter, berichtete die Zeitung "Le Parisien".

Premierminister Fillon sprach von einem "Sabotageakt". Es handle sich um gewaltsame Aktionen, die nichts mit einem sozialem Dialog zu tun hätten, betonte er. Die Unternehmen GrDF und ErDF, die für die Gas- und Stromversorgung zuständig sind, reichten Klage gegen unbekannt ein.

Die Radikalisierung sei eine französische Ausnahme, meinte Sozialexperte Bernard Vivier. "Im Unterschied zu Deutschland wird die Lösung nicht ausgehandelt, sondern hängt vom Kräftemessen ab." In den vergangenen Wochen nahmen von Entlassung bedrohte Mitarbeiter mehrfach Führungskräfte als Geiseln.

(apa/red)