Aung San Suu Kyi von

Ausgezeichnet

Burmas Oppositionsführerin wird von US-Kongress mit Goldmedaille geehrt

Aung San Suu Kyi erhält Goldmedaille © Bild: APA/EPA/Reynolds

Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist in Washington mit der Goldmedaille des US-Kongress geehrt worden. Die Friedensnobelpreisträgerin kam anschließend mit Präsident Obama zusammen. Die US-Regierung lockerte unterdessen erneut die Strafmaßnahmen gegen die Führung des südostasiatischen Landes und strich Staatschef Thein Sein von ihrer Sanktionsliste.

Suu Kyi bekam die Goldene Ehrenmedaille vom Chef des Repräsentantenhauses, John Boehner, überreicht. Der US-Kongress würdigte damit den langjährigen Kampf Suu Kyis für Demokratie und Freiheit in ihrem Heimatland. Die Auszeichnung war ihr bereits im Jahr 2008 zugesprochen worden, damals stand sie aber noch unter Hausarrest. Suu Kyi sprach bei der Zeremonie im Kapitol von einem der "bewegendsten Tage in meinem Leben". Sie dankte den USA "von ganzem Herzen" dafür, die Menschen in Burma "in den dunklen Jahren, als die Freiheit außer Reichweite war" nicht vergessen zu haben. Sie glaube, dass ihr Land "in Einheit und in Frieden" fortschreiten könne.

Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie hatte im Jahr 1990 die Parlamentswahl in Burma gewonnen, die Militärjunta hinderte sie damals jedoch an der Regierungsübernahme. Anschließend verbrachte die charismatische Politikerin bis zu ihrer Freilassung im Jahr 2010 die meiste Zeit in Haft oder unter Hausarrest - und wurde im Westen zu einer Ikone der Demokratiebewegung. Viele US-Parlamentarier, die sich am Mittwoch zur Zeremonie versammelten, sagten, dass sie nicht erwartet hätten, ihr die Auszeichnung persönlich verleihen zu können.

Seit dem Frühjahr 2011 ist in Burma eine formal zivile Regierung unter dem früheren General Thein Sein an der Macht. Diese leitete eine Reihe von Reformen ein und öffnete das Land politisch und wirtschaftlich. Politische Gefangene wurden freigelassen, Suu Kyi inzwischen ins Parlament gewählt.

Die USA gehörten lange zu den schärfsten Kritikern der Verhältnisse in Burma und verhängten drakonische Sanktionen. Nun bemüht sich Washington, den Reformprozess zu unterstützen, lockerte seine Strafmaßnahmen und entsandte im Juli erstmals seit 22 Jahren wieder einen Botschafter. Am Mittwoch strichen die USA Staatschef Thein Sein und Parlamentschef Thura Shwe Mann von ihrer Sanktionsliste, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte.

Kommentare

Burma ist nun mit dem neuen Namen Myanmar gehiessen. Suu kyi wollte, dass man ihr Land lieber Myanmar als Burma nennen.

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