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Aufregung um neuen FPÖ-Bundesrat und Hitlergruß-Pose

"Dummheit in der Jugend"

Im niederösterreichischen Landtag steht am Donnerstag die Wahl von Andreas Bors als neuer FPÖ-Bundesrat auf der Tagesordnung. Die Nominierung des Bezirkspolitikers sorgt bereits im Vorfeld für Aufregung. Der 28-Jährige war nämlich vor drei Jahren durch ein von den "Bezirksblättern" veröffentlichtes Foto aufgefallen, auf dem der Neo-Bundesrat in Hitlergruß-Pose zu sehen war.

Das Bild stammt von einer Silvesterfeier zum Jahreswechsel 2006/2007. Bors bestritt 2014, dass es sich um einen Hitlergruß gehandelt habe. Man habe bei der Feier Rapid-Lieder gesungen und dabei den Arm erhoben. Rechtlich hatte die Aktion keine Folgen, da mögliche Vorwürfe der Wiederbetätigung damals bereits verjährt waren.

Bors Funktionen bei den Freiheitlichen wurden damals bis zur Klärung der Causa ruhend gestellt, betonte FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl am Mittwoch auf APA-Anfrage. Mit der Einstellung der Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft sei die Sache, die Waldhäusl als "Dummheit in der Jugend, was immer es auch war" bezeichnete, "für uns erledigt" gewesen. "Für uns war wichtig, dass keine strafrechtliche Verfolgung im Raum steht."

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