Aufregung um Strache-Auftritt in Tirol: FPÖ berichtet von Attacken von Randalierern

"Rädelsführer" soll SPÖ-Jacke getragen haben Polizei-Version: Strache-Begleiter griff Passanten an

Aufregung um einen Auftritt von FP-Chef Heinz Christian Strache bei einer Werbeveranstaltung für das derzeit zur Unterschrift aufliegende Volksbegehren "Österreich bleib frei" in Tirol: FP-Generalsekretär Harald Vilimsky berichtete am Dienstag Abend, Strache und sein Team seien am Innsbrucker Marktplatz bei einer Veranstaltung von 40 bis 50 Randalierern attackiert worden. Aus Sicht der Tiroler Sicherheitsdirektion stellt sich der Sachverhalt allerdings anders dar.

Laut FPÖ wurde Strache und sein Team "immer heftiger körperlich attackiert", so dass der Parteichef den Veranstaltungsort verlassen habe müssen. Einer der "Rädelsführer" soll laut FPÖ eine SPÖ-Jacke getragen haben. Den zahlreich anwesenden Exekutivbeamten sei offenbar von ihrem Kommandanten untersagt worden, einzuschreiten, meinte Vilimsky. Er sprach von einem "unglaublichen" Ereignis, das ein "gewaltiges Nachspiel" haben werde. Vilimsky kündigte gegen den Kommandanten eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung an, weiters werde man ein Disziplinarverfahren anstrengen. Innenministerin Liese Prokop wurde von der FPÖ aufgefordert, die Sicherheit von Politikern bei öffentlichen Veranstaltungen sicherzustellen.

Anders wurde der Vorfall von der Sicherheitsdirektion berichtet. Laut ersten Informationen habe es eine Auseinandersetzung zwischen einem Veranstaltungsbesucher und einer Begleitperson aus dem Strache-Tross gegeben, hieß es gegenüber der APA. Der Passant sei dabei verletzt worden und habe Anzeige gegen den Strache-Begleiter erstattet. Der Parteichef selbst sei nicht attackiert worden. Bei der Auseinandersetzung zwischen den zwei Personen sei die Exekutive sehr wohl eingeschritten. Ein Endbericht über die Veranstaltung liege aber noch nicht vor, so die Sicherheitsdirektion.

(apa/red)