Aufregung um Pasching-Spieler: Kärnten gewährte "Trainingsverweigerern" Aufschub

Galgenfrist von einer Woche für Dospel und Co. Training weiter in OÖ, Spiele aber bei Kärnten?

Das Fernbleiben dreier ehemaliger Pasching-Spieler vom Trainingsauftakt des SK Austria Kärnten sorgt weiterhin für Diskussionen. Ernst Dospel, Thierry Fidjeu-Tazemeta und Manfred Pamminger hatten gefehlt, ihnen wurde ein "einwöchiger Aufschub gewährt", betonte Kärnten-Präsident Canori. Christian Mayrleb und Josef Schicklgruber wurden freigestellt und seien "kein Thema mehr".

Bis zum Auftakt des Trainingslagers in Moosburg am 18. Juni müssen die drei Spieler eine Lösung präsentieren. "Entweder sie finden einen Nachfolgeverein, der eine marktadäquate Ablöse bezahlt, oder sie erscheinen zum Trainingslager - dazu sind sie verpflichtet", betonte Canori. "Sie haben aufrechte, gültige Verträge. Bei unberechtigtem Austritt beantragen wir eine Sperre und Schadensersatz. Wir hätten gerne alle Spieler übernommen, aber sie haben Wunschvorstellungen, mit bis zu 30 bis 40 Prozent mehr Gehalt, die wir nicht erfüllen werden", sagte der Vereinspräsident. Die genannten Spieler waren für eine Stellungnahme gegenüber der APA nicht erreichbar.

Sollten die Spieler weiterhin darauf beharren, in Pasching zu trainieren, werde ihnen die Möglichkeit dazu gegeben. Zu den 36 "Auswärtsspielen" müssen sie dann laut Vertrag ohnehin anreisen, so Canori weiter. Damit würde die kuriose Situation eintreten, dass die drei Spieler weiter in Pasching trainieren und nur zu Spielen und Terminen ihres Klubs an den Wörthersee kommen würden.

Im Falle von Mayrleb, der Kontakte zum LASK hat, und Schicklgruber wurde laut Canori vor der Übername mit Pasching-Präsident Franz Grad eine Vereinbarung getroffen wurde, dass die beiden Spieler "selbst entscheiden können wohin sie wechseln". (apa)