Aufräumen nach Taifun "Parma": Mehr
als 17 Tote nach Sturm auf den Philippinen

Tropensturm bewegt sich nun Richtung Taiwan PLUS: Tausende Taiwanesen in Sicherheit gebracht

Aufräumen nach Taifun "Parma": Mehr
als 17 Tote nach Sturm auf den Philippinen

Der Taifun "Parma" hat sich nach drei Tagen mit peitschendem Dauerregen von den Philippinen verabschiedet. Mindestens 17 Menschen starben durch den gefährlichsten Taifun seit drei Jahren. Weite Landstriche stehen unter Wasser. "Parma" wurde mittlerweile zum Tropensturm herabgestuft und bewegte sich Richtung Taiwan.

Das Tiefdruckgebiet sei durch einen neuen Taifun, der sich vor den Philippinen bildete, zurückgesogen worden und deshalb praktisch bewegungslos rund 220 Kilometer nördlich der Stadt Laoag stehen geblieben, berichtete der nationale Wetterdienst. Taifun "Melor" wird nach ersten Berechnungen nicht an Land kommen.

"Parma" hatte die Philippinen am Samstag erreicht, eine Woche nach dem verheerenden Tropensturm "Ketsana", der die Hauptstadt Manila und die Umgebung unter Wasser gesetzt hatte. Fast 300 Menschen kamen dort ums Leben. Die Aufräumarbeiten nach den schweren Überschwemmungen sind im Gange. Mehr als 300.000 Menschen wurden in der Region in Notunterkünften versorgt, weil ihre Häuser zerstört oder nach den Überschwemmungen unbewohnbar waren.

"Ketsana" hatte über dem Südchinesischen Meer neue Kraft gesammelt und war mit Taifunstärke über Vietnam, Kambodscha und Laos gezogen. In Vietnam wird das Unwetter inzwischen für 159 Todesfälle verantwortlich gemacht. 17 Menschen würden noch vermisst. 21.000 Häuser wurden fortgeschwemmt oder zerstört. In Kambodscha forderte "Ketsana" 17 Menschenleben. "Es war der schlimmste Sturm, den ich in meiner Zeit hier erlebt habe", sagte Keo Vy, der seit 1995 bei der Katastrophenschutzbehörde arbeitet.

Flucht auf Taiwan
In Taiwan sind mehr als 6.000 Dorfbewohner vor dem Taifun "Parma" in Sicherheit gebracht worden. Die taiwanesischen Behörden befürchteten, dass der herannahende Tropensturm gefährliche Erdrutsche auslösen könnte. Betroffen sei vor allem der südliche Teil der Insel, auch im Osten seien einige Menschen in Sicherheit gebracht worden. Einige der Dorfbewohner hätten zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen werden müssen.

(apa/red)