Auflösungserscheinungen im BZÖ? Gerüchte
über Wechselabsichten mehrerer Mandatare

Gerhard Dörfler: "Bucher wird bald alleine da sein" BZÖ dementiert jegliche Abwanderungstendenzen

Auflösungserscheinungen im BZÖ? Gerüchte
über Wechselabsichten mehrerer Mandatare © Bild: APA/Gindl

Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat Abwanderungstendenzen aus dem BZÖ-Parlamentsklub in Richtung Freiheitliche bestätigt. Es gebe "einige BZÖ-Nationalratsabgeordnete, die Signale in Richtung Abwanderung setzten", sagte Dörfler, der seit dem FPK-Parteitag auch stellvertretender Parteichef ist. Das BZÖ bestritt diese Gerüchte, allerdings nur indirekt. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl schloss seinerseits die Aufnahme von BZÖ-Abgeordneten in die FPÖ in jeglicher Form aus, ein Wechsel zur FPK sei Sache der Kärntner.

Laut einem "Kurier"-Bericht sollen zwei bis vier BZÖ-Nationalratsabgeordnete aus Niederösterreich und Salzburg einen Wechsel zu den Freiheitlichen in Kärnten ins Auge gefasst haben. Derzeit sind drei BZÖ-Abgeordnete zur FPK gewechselt. Dadurch war die von FPÖ und FPK ursprünglich geplante Gründung eines eigenen FPK-Parlamentsklubs mit Kärntner BZÖ-Abgeordneten gescheitert, diese erfordert nämlich mindestens fünf Mandatare.

"Wir streben keinen eigenen Klub im Parlament an", sagte Dörfler. "Es gibt aber einige BZÖ-Nationalratsabgeordnete, die Signale in Richtung Abwanderung setzten." Ob diese Nichtkärntner Abgeordneten zu den "Freiheitlichen in Kärnten" oder zur Bundes-FPÖ wechseln könnten, ließ Dörfler offen.

Unbestritten ist, dass der orange Abgeordnete aus Salzburg, Erich Tadler, den Klagenfurter Parteitag besucht hatte. "Tadler hat immer Sympathie für uns gezeigt, Seppi Bucher (BZÖ-Bundeschef, Anm.) wird bald alleine da sein", meinte der Landeshauptmann. Auf die Frage, ob die abwanderungswilligen Mandatare nun beim FPK oder in der FPÖ eine neue Heimat finden sollen, meinte Dörfler: "Wie auch immer".

Das BZÖ erklärter in einer Aussendung, dass die mit den Mediengerüchten konfrontierten BZÖ-Abgeordneten gegenüber der Führung des BZÖ dementiert hätten, jemals diesbezügliche Gespräche mit FPÖ oder FPK geführt zu haben und kritisieren, "dass sie in den Medien überhaupt damit in Verbindung gebracht werden".

Kickl sprach von Gerüchten, die im Umlauf seien. Wundern würde ihn das jedenfalls nicht, denn das BZÖ sei nur eine "Postenkartenfirma". Das ändere aber nichts an den Vorsetzungen, es gelte weiterhin, dass die FPÖ im Parlament mit den bereits zur FPK gewechselten Mandataren aus Kärnten zusammenarbeite - "Punkt und aus". Einen FPK-Klub mit BZÖ-Abgeordneten aus anderen Bundesländern und die Aufnahme dieser in die FPÖ schloss er dezidiert aus. Orange Nationalratsabgeordnete und federführende Leute aus dem BZÖ hätten in der FPÖ keinen Platz. Bei anderen Personen, die die Partei wechseln wollten, sei zu unterscheiden.

Einen Wechsel von BZÖ-Abgeordneten zur FPK sei wiederum Sache der Kärntner. Dass der BZÖ-Abgeordnete Tadler beim FPK-Parteitag war, wollte Kickl auch nicht kommentieren.
(apa/red)

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