Aufholjagd für Hypo Niederösterreich:
Hinspiel bei Togliatti ging klar verloren

CL-Semifinale: Nach 22:28-Pleite fehlen sechs Tore "Finale ist noch machbar": Prokop bleibt optimistisch

Hypo Niederösterreich wird es schwer haben, sich dem Traum vom Champions-League-Sieg zu erfüllen: Die Niederösterreicher haben in Togliatti an der Wolga, etwa 1.000 km südöstlich von Moskau, das Hinspiel im Halbfinale gegen den HC Lada Togliatti vor 3.000 Zuschauern mit 22:28 (12:13) verloren.

In einer extrem freundlichen und positiven Atmosphäre blieb den Hypo-Damen zumindest in Sachen fehlender Gastfreundschaft diesmal einiges erspart, doch auf dem Platz machte es der Gegner den Gästen keinesfalls leicht. Im Gegenteil. Nach 15 Minuten führte Togliatti bereits mit 9:4. Fridrikas und Co. erkämpften zwar kurz vor der Pause den 12:12-Ausgleich, ehe ein unnötiges Tor für den Pausenstand sorgte.

Nach Seitenwechsel zogen die Gastgeberinnen auf 18:13 davon und obwohl Hypo in der 47. Minute noch auf 21:22 herankam, setzte es doch noch eine deutlichere Niederlage. Grund dafür war ein tolles Finale der Russinnen, kombiniert durch einige Stangen- bzw. Lattentreffer der Niederösterreicherinnen. Togliatti agierte in dieser Phase auch glücklicher.

Sechs Tore Rückstand können Hypo NÖ nicht schocken, immerhin hatte man gegen Aalborg sensationell im Viertelfinal-Rückspiel ebenfalls vor eigenem Publikum eine 24:34-Niederlage vom ersten Spiel mit einem 31:19 noch zum Aufstieg umgedreht. Auch wenn die Ausgangslage nicht die leichteste ist, Grund zum Trübsal blasen gibt es für Hypo-Manager Gunnar Prokop keiner.

Aber er warf seinem Team Disziplinlosigkeit vor. "Vor allem in den letzten drei Minuten, da haben wir von minus zwei Toren noch vier Tore kassiert", ärgerte er sich. Besonders enttäuscht war er von der Leistung von Rotis. "Aber das Finale ist noch machbar. Wir brauchen kein Wunder, sondern Disziplin."

(apa/red)