Ach wirklich? von

8 irre Sex-Mythen

Die Antworten auf brennende Fragen rund um Penisgröße, G-Punkt und feuchte Träume

Leidenschaft © Bild: istockphoto.com

Angefangen von der idealen Penisgröße über den G-Punkt bis hin zu aphrodisierenden Speisen - was hat es mit diesen Sex-Mythen auf sich? Die US-Ärzte Rachel C. Vreeman und Aaron E. Carroll versuchen in ihrem Buch " Don't Put That In There! And 69 Other Sex Myths Debunked" brennende Fragen zu beantworten. Hier sind 8 von ihnen "entlarvte" Mythen.

Als Heranwachsender, dessen sexuelles Interesse eben geweckt wurde, hat man unendlich viele Fragen. Und das Unwissen darüber ist einem meist so peinlich, dass man sich erst gar nicht traut, nachzufragen. Gut, dass es damals Dr. Sommer gab, sonst würden viele von uns wohl immer noch glauben, dass man von Petting schwanger werden kann. Doch auch als Erwachsener, bereits sexuell erfahrener Mensch, hört man immer wieder von Mythen, die ein großes Fragezeichen im Kopf hinterlassen. Hier sind ein acht Sex-Mythen, die von den amerikanischen Ärzten in ihrem Aufklärungsbuch unter die Lupe genommen wurden.

Frauen machen sich etwas aus der Penisgröße

"Es gibt gute Forschungsergebnisse, die beweisen, dass die Penisgröße Männern viel wichtiger als Frauen ist", sagt Vreeman. In einer Studie, bei der 50.000 heterosexuelle Menschen befragt wurden, "sagten 85 Prozent der Frauen, dass sie der Penis ihres Partners befriedigt", erklärt sie. Aber nur 55 Prozent der Männer waren hingegen mit der Größe ihres Geschlechtsteils zufrieden.

Schokolade und Austern machen Lust auf Sex

Nicht unbedingt, sagt Vreeman. "Es gibt keinen Beweis dafür, dass die aphrodisierenden Speisen eine Auswirkung auf das sexuelle Verlangen haben. "Was Sex angelangt, spielt sich sehr viel im Kopf ab. Wenn Sie ein Lebensmittel an ein bestimmtes Körperteil erinnert, kann das aber sehr inspirierend sein."

Ohne klitorale Stimulation kein Orgasmus

Frauen können auf unterschiedlichste Arten zum Orgasmus kommen. Angefangen bei der Brust-und Nippelstimulation bis hin zur vaginalen oder analen Penetration, gibt es viele Wege um zum Ziel zu kommen, stellen die Ärzte in ihrem Buch richtig.

Nur Männer haben feuchte Träume

Feuchte Träume zu haben bedeutet im Grunde, dass man im Traum zum Orgasmus kommt. Das betrifft tendenziell männliche Teenager, sollte man meinen. In einer amerikanischen Studie von 1986 gaben 37 Prozent der befragten Frauen an, schon einmal einen feuchten Traum gehabt zu haben. 30 Prozent der Probanden erlebten diesen sogar innerhalb des vorangegangenen Jahres. Natürlich ist das eine alte Studie, schreiben Vreeman und Carroll, trotzdem heißt das definitiv: Frauen sind durchaus in der Lage, feuchte Träume zu haben.

Sex hilft beim Abnehmen

Schön wär's. Sex verbrennt zwar Kalorien, allerdings wird man bei 35-minütigem Sex nur 85 bis 150 Kalorien los. Um einen Kilogramm abzunehmen, muss man theoretisch an die 7.000 Kalorien abbauen. Das heißt: Sie müssten ungefähr 46 Mal Sex haben, um einen Kilo weniger auf die Waage zu bringen.

Lust ist altersabhängig

Vielleicht haben Sie schon einmal irgendwo gelesen, dass Männer in ihren Zwanzigern am meisten Lust auf Sex haben, während Frauen ab 30 Jahren so richtig in die Gänge kommen. Das ist laut Vreeman eine falsche Annahme. Es ist nicht bewiesen, dass es überhaupt einen Höhepunkt des sexuellen Lustempfindens bei Männlein und Weiblein gibt.

"Besonders Frauen glauben, dass Männer damit früher dran sind als sie selbst - aber woran will man die sexuelle Lust messen können - an hormonellem Überschuss? Wenn man den meisten Sex oder die meisten Orgasmen hat?" Es gibt einfach zu viele Faktoren, die das sexuelle Verlangen beeinflussen. Die Autoren halten diesen Mythos sogar für schädigend: "Vor allem dann, wenn sich Frauen schuldig fühlen, weil ihre besten sexuellen Jahre bereits hinter ihnen liegen." Mit dem Alter hat Lust nichts zu tun, ist Vreeman überzeugt.

Jede Frau hat einen G-Punkt

Der G-Punkt, der Heilige Schrein der Orgasmen. Seit gefühlten Ewigkeiten sind Männer und Frauen auf der Suche nach ihm und nicht alle werden fündig. Auch Forscher sind sich uneins, ob der mysteriöse Punkt im weiblichen Körper existiert. "Es gibt keinen physischen Punkt, den man beim Scannen ausmachen kann, aber oft gibt es Zonen, an denen sich viele Nerven bündeln und die besonders gut durchblutet sind", sagt Vreeman. "Wenn man den Punkt nicht finden kann, sollte man sich nicht weiter darauf versteifen. Fokussieren Sie auf das, was ihnen beim Sex gefällt", rät die Buchautorin.

Oralsex ist sicherer als Vaginalsex

Geschlechtskrankheiten werden zwar leichter durch vaginalen Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch beim Oralsex können Sie sich anstecken - egal ob sie der aktive oder passive Part sind. Also verwenden Sie lieber Kondome, wenn Sie sich bei Ihrem Partner nicht sicher sein können.

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