Aufbruch in ein goldenes Zeitalter: Großes
Comeback der vergessenen Edelmetalle

Gold und Silber legen in neun Jahren beträchtlich zu Edelmetall verspricht in physischer & als Aktie Profit

Aufbruch in ein goldenes Zeitalter: Großes
Comeback der vergessenen Edelmetalle © Bild: Reuters/Kato

Gold und Silber lieb ich sehr, könnt es auch gebrauchen. Hätt ich nur ein ganzes Meer, mich hinein zu tauchen! Was auf den Aktienmärkten seit einiger Zeit für Aufregung sorgt, weiß der Volksmund seit Jahrhunderten: Auf Edelmetalle ist Verlass. Oftmals totgesagt, erfreuen sich Gold und Silber inzwischen wieder größter Beliebtheit. Denn inzwischen entdeckt man bei Edelmetallen eine Funktion, die fast in Vergessenheit geraten ist: Ihr Wert als Zahlungs- und Tauschmittel.

Da würde Dagobert Duck vor Neid erblassen: Der Goldrausch macht sich unter Anlegern breit und lässt den Preis für das kostbare Edelmetall in die Höhe schnellen. Gerade einmal 261,865 Dollar war eine Feinunze (oder knapp 31 Gramm) noch im Februar 2001 wert - um inzwischen Preisdimensionen von 1.236,95 Dollar zu erreichen. Eine Kurssteigerung um mehr als das Vierfache in knapp neun Jahren. Kaum weniger beliebt ist bei Anlegern der kleine Bruder: Wer vor neun Jahren 4,37 Dollar für eine Feinunze Silber ausgab, bekommt heute dafür 19,64 Dollar - ebenfalls eine Vervierfachung des ursprünglichen Wertes.

"Anleger schätzen die werterhaltende Funktion von Gold und Silber", verrät Alfred Grusch im Gespräch mit NEWS.at. Speziell in Zeiten großer wirtschaftlicher Instabilität wollen die Menschen ihr Vermögen in Gold und im zunehmenden Maße auch in Silber absichern: "Die Leute fürchten sich aufgrund der massiven Geldmengenvermehrung vor einer Inflation", erläutert der Experte der Bank Austria. Doch die beiden Edelmetalle haben auch eine andere Funktion: "Sie behalten auch bei nicht wünschenswerten Szenarien ihren Wert als Zahlungs- oder Tauschmittel", spielt Grusch auf durchaus verbreitete Horrorvorstellungen wie einen totalen Zusammenbruch der Aktienmärkte oder Bürgerkriege an.

Wertzuwachs noch nicht am Ende
Dabei dürfte der Wertgewinn von Gold und Silber noch längst nicht am Ende sein. "Es spricht auch jetzt noch einiges dafür, in Edelmetalle zu investieren", empfiehlt Grusch, um dabei sogleich zu präzisieren: "Gerade Minengesellschaften sehe ich im Goldbereich sehr positiv. Wer aber in physisches Gold investieren will, sollte zum Viertel- bzw. Halbphilharmoniker greifen. Denn gemeinsam mit dem Maple Leaf verspricht der Philharmoniker höchste Qualität.", weiß der Bank Austria-Experte.

Und wie steht es mit Silber? "Das sollte man in Barren mit mindestens 250 Gramm kaufen", rät Grusch. Und auch bei Silberaktien sind die Märkte laut Grusch "erst am Beginn der Entwicklung".

Kein Grund also, gleich zum nächsten Juwelier zu rauschen, um sich von Gold- und Silberschmuck zu trennen. Oder wie Grusch formuliert: "Um sich von Erinnungsstücken emotionslos zu trennen, muss die Lage schon sehr verzweifelt sein."
(mei)

Kommentare

So etwas von lächerlich Da kauft einer Gold, dann kommt die Krise, das Gold wird doppelt so teuer, das Erdöl wird doppelt so teuer. Na was hat er denn dann vom Gold?

Viel wichtiger sind Sachwerte, das eigene Plusenergiehaus als Garantie sich morgen noch Energie leisten zu können, im Winter problemlos zu heizen, mit dem Elektroauto problemlos zur Arbeit fahren zu können.

Seite 1 von 1