Auf Österreich wartet ein Starensemble:
Serbien mit Weltklasse-Spielern gespickt

Vidic, Ivanovic und Stankovic die Superstars Trainer Antic: "Das erste von zwei Finalspielen"

Auf Österreich wartet ein Starensemble:
Serbien mit Weltklasse-Spielern gespickt © Bild: Reuters

Nemanja Vidic für Manchester United, Branko Ivanovic für Chelsea, Kapitän Dejan Stankovic für Inter Mailand - Serbiens Schlüsselspieler sind allesamt bei internationalen Topclubs beschäftigt. Demnach geht das Team von Radomir Antic als haushoher Favorit ins WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich.

Sollte der Tabellenführer in Gruppe 7 seine ausständigen drei Heimspiele gegen die ÖFB-Elf, Frankreich und Rumänien gewinnen, ist ihm das Ticket zur Endrunde nach Südafrika nicht mehr zu nehmen. Die Chancen stehen gut, haben die Serben doch seit mehr als 15 Jahren in Belgrad nur zwei Länderspiele verloren - 1995 mit 1:2 und 2001 mit 0:1 jeweils gegen Russland.

Die Auswahl vom Balkan hat vier von fünf Gruppenspielen gewonnen, lediglich in Frankreich setzte es eine 1:2-Niederlage. Für viele Experten sind die Serben dennoch das stärkste Team in der Österreich-Gruppe - so auch für Dietmar Constantini. "Sie haben einige Weltklasse-Spieler. Für mich ist Serbien die beste Mannschaft in unserer Gruppe", erklärte der ÖFB-Teamchef.

Um die Unterschiede festzustellen, genügt ein Blick auf die Kaderlisten. Während Antic 19 Legionäre von namhaften europäischen Vereinen zur Verfügung hat, hat Constantini nur deren sieben einberufen. Wertvollster serbischer Spieler ist Vidic mit einem geschätzten Marktwert von 31,5 Mio. Euro. Der Abwehrchef ist damit in etwa so teuer wie die österreichische Startformation.

"Erste Finalspiel"
Die Qualifikation für die EM 2008 hatten die Serben hinter Polen und Portugal verpasst, bei der WM 2006 waren sie Tabellenletzter in der Gruppe gescheitert - zu wenig für die hohen Ansprüche. Dementsprechend fokussiert hat Startrainer Antic, der sein Amt vergangenen Sommer angetreten hatte, sein Team auf die laufende WM-Qualifikation vorbereitet.

"Österreich ist für uns das erste von zwei Finalspielen", erklärte der Ex-Coach von Real Madrid und FC Barcelona. "Derzeit sind wir in einer guten Position, aber die müssen wir uns bewahren." Ein Sieg gegen Österreich scheint für den Tabellenführer Pflicht - die 50.000 Zuschauer im vermutlich ausverkauften Hexenkessel "Marakana" in Belgrad dürften jedenfalls davon ausgehen.

Im Gegensatz zu den Österreichern ist der Favorit weitgehend verletzungsfrei. Während Constantini auf fünf Stammkräfte verzichten muss, fehlt bei den Serben lediglich der 2,02 m große Sturmtank Nikola Zigic von Racing Santander aufgrund einer Sperre. Mit Marko Pantelic von Hertha BSC und Danko Lazovic von PSV Eindhoven stehen aber immer noch zwei Topstürmer zur Verfügung.

(apa/red)