Auf die Life-Ball-Sponsoren ist Verlass: Event bringt 1,5 Millionen Euro Reinerlöß

Sponsoren-Rückzieher nach Unwetter blieben aus Erleichterung beim Team rund um Gery Keszler

Über den respektablen Betrag von 1,5 Millionen Euro Reinerlös können sich die Organisatoren des Life Balls freuen. Damit wird das Vorjahresergebnis von 1,47 Millionen knapp getoppt, gaben Gery Keszler und sein Team bekannt. Mit solch einem Betrag war nach dem Unwetter-Chaos und angeblich unzufriedenen Sponsoren nicht zu rechnen. Der Betrag kommt nationalen und internationalen HIV/Aids-Projekten zugute.

"Ich möchte besonders meinem Team, unseren Unterstützern, Sponsoren und nicht zuletzt den großartigen Life Ball Engeln danken, die Jahr für Jahr unendlich viel Zeit, Energie und Herzblut investieren, damit der Ball in dieser Form stattfinden kann", sagte Keszler. "Wir haben uns alle Sorgen gemacht, dass das Ergebnis aufgrund des Unwetters und der damit einhergehenden Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen kurzfristig vor dem Ball sowie des verlorenen Gastro-Umsatzes am Rathausplatz und in den offenen Bereichen des Rathauses um einiges schwächer ausfällt", meinte der Ball-Organisator.

Erleichterung über Ergebnis
Umso mehr zeigte man sich erleichtert über das Ergebnis von 1,5 Millionen Euro, mit dem wieder vielen Menschen, die unter HIV/Aids leiden, geholfen werden kann. "Einziger Wermutstropfen: Hätte es das Schlechtwetter nicht gegeben, hätte der Gewinn noch sehr viel höher sein können", ist Keszler überzeugt.

Sponsoren halten zu Keszler
Der Abbruch der Eröffnung und die damit einhergehende kürzere TV-Übertragung waren nicht nur für Keszler ein Drama, auch viele Sponsoren verloren werbewirksame Fernsehpräsenz. Es wurde offen spekuliert, ob es nicht gewaltige Einbußen in Sachen Sponsorengelder geben würde, doch diese scheinen auszubleiben. Die Sponsoren halten ihre Zusagen ein, auch wenn mancher für kommendes Jahr zu wackeln scheint. Doch bis dahin ist ja noch einiges an Zeit, um Ersatz aufzutreiben oder Überzeugungsarbeit zu leisten. Besonders zufrieden kann Netzanbieter T-Mobile sein, der Bill Clinton sowie alle anderen Rathausplatzbesucher mit pinken Regenpelerinen eindecken konnte.

Lob von hochrangiger Seite
Großes Lob für den Life Ball kam laut Keszler auf jeden Fall bereits von hochrangigen Vertretern der wichtigsten internationalen Aids-Hilfsorganisationen, allen voran von Ex-US-Präsident Bill Clinton. Bei der Internationalen Aids-Konferenz, die derzeit in Wien tagt, zeigten diese großes Interesse an einer zukünftig noch intensiveren Zusammenarbeit mit Aids Life und dem Life Ball.

(red)