Auf Korea herrscht wieder Alarmstufe Rot:
Südkorea hielt Manöver auf Yeonpyeong ab

Konflikt auf Halbinsel könnte sich weiter zuspitzen Nordkorea will auf Übung vorerst nicht reagieren

Auf Korea herrscht wieder Alarmstufe Rot:
Südkorea hielt Manöver auf Yeonpyeong ab

Trotz nordkoreanischer Kriegsdrohungen hat Südkorea die umstrittenen Schießübungen nahe der umstrittenen Seegrenze abgehalten. Die Übung fand auf der grenznahen Insel Yeonpyeong im Gelben Meer statt, auf der vor einem Monat bei einem nordkoreanischen Artillerieangriff vier Südkoreaner getötet worden waren.

Nach eigenen Angaben will die nordkoreanische Führung nicht auf die südkoreanische Militärübung reagieren. Eine Reaktion "lohnt sich nicht", zitierte die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA Vertreter der nordkoreanischen Armee. Nordkorea "verspürt nicht nach jeder verachtenswerten militärischen Provokation das Bedürfnis nach Vergeltung", hieß es. Nordkorea erkennt die Seegrenze im Gelben Meer nicht an, die zum Ende des Korea-Kriegs (1950-53) einseitig von einem UNO-Kommando gezogen wurde. Yeonpyeong und einige andere Inseln liegen deutlich näher an Nordkorea als am südkoreanischen Festland. Südkorea hatte das jüngste Schießtraining als Teil von Routineübungen bezeichnet.

Nordkorea erhöht Alarmbereitschaft
Angesichts der Übungen habe Nordkorea die Alarmbereitschaft seiner Truppen erhöht, sagte ein Militärsprecher in Seoul. "Doch unternahm es (Nordkorea) keine weiteren Provokationen." Südkoreas Streitkräfte würden aber ihre Bereitschaft aufrechterhalten, um die grenznahen Inseln zu verteidigen. Nach etwa eineinhalb Stunden heftigen Artilleriefeuers übers Meer war die Übung beendet, wie ein Sprecher des Generalstabs in Seoul mitteilte. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Der UNO-Sicherheitsrat in New York konnte sich bei stundenlangen Verhandlungen nicht auf den Wortlaut eines Appells an Seoul und Pjöngjang verständigen, trotz der Spannungen, Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Streitpunkt war nach Angaben von Diplomaten die Frage, ob Nordkorea in diesem Rahmen für seinen Artillerieangriff auf Südkorea am 23. November verurteilt werden sollte oder nicht. Russland und vor allem China widersetzten sich nach Auskunft aus diplomatischen Kreisen einer einseitigen Schelte.

(apa/red)

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