Auch zwei US-Bürger getötet: Acht Tote nach Anschlag im Süden Afghanistans

Lage in Region so instabil wie schon lange nicht

Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Afghanistans sind acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch zwei US-Bürger, sagte ein Mitarbeiter der Regierung in Kabul. Der Attentäter habe vor dem Büro der US- Sicherheitsfirma USPI im südafghanischen Kandahar eine Bombe gezündet.

Der Nachrichtenagentur AIP zufolge explodierte der Sprengsatz inmitten einer Gruppe von Menschen, die vor Beginn ihrer Arbeit vor dem Büro warteten. Wie ein USPI-Mitarbeiter berichtete, war unter den Opfern auch der Chef des Kandahar-Büros der Firma.

Es war bereits das dritte Selbstmordattentat in Kandahar seit Sonntag. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist derzeit so instabil wie schon lange nicht mehr. Seit Jahresbeginn hat es nach Angaben der Nato mehr als 100 Selbstmordanschläge gegeben, denen fast 250 Menschen zum Opfer fielen. Als besonders unruhig gilt der Süden des Landes, die Hochburg der radikalislamischen Taliban, die einen Aufstand gegen die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul führen. (apa)